Burkhartsvinter – Hohenkrähen

Burkhartsvinter - Hohenkrahen

Burkhartsvinter sind wieder da, nur der Sound und das Lineup sind etwas anders. Statt Mordbrand zupft nun Wendul an den schweren Saiten und aufgenommen wurde „Hohenkrähen“ anders als das Debüt völlig analog im eigenen Proberaum. Ansonsten liefert das unheilige Trio vom Bodensee wieder richtig stimmigen Black Metal ab.

Zunächst zum Titel: Der „Hohenkrähen“ ist ein Berg in der Nähe von Singen (Hohentwiel), dessen Gipfel gerade so breit ist, dass man sich dachte, man könne doch eine Burg darauf platzieren. Man merkt, da steckt viel Heimatverbundenheit mit drin, was sich auch in anderen Songs des Albums wiederspiegelt (namentlich „Aachland“ und „Frundsberg„). Vertont wird das Ganze natürlich mit Black Metal, der im restlichen Album klassisch satanisch und grimmig daher kommt. Das geht dann schnell mal Richtung Satanic Warmaster und generelle eher klassischem 90er Black Metal der norwegischen Schule. Rohe Riffs sägen sich kratzend durch die Nacht, mal ziemlich rasant, mal etwas ruhiger, aber immer schön nach vorne und direkt. Immer wieder blitzen einige Thrash- und winzige Punk-Einflüsse durch, die ein paar Melodien in die Leads bringen oder die Sache etwas rhythmischer gestalten. Die Drums blasten meist donnernd nach vorne, können aber auch ordentlich grooven und sorgen so für ein stimmiges Bild während der Bass den Gitarren folgt. Auch gesanglich passt alles zusammen. Schön rohes, frostiges Keifen legt sich über den old-school Sound und bohrt sich tief unter die Haut. Ein bisschen Hall und alles etwas in den Hintergrund mischen und schon sinkt die Temperatur spürbar.Innovation? Nicht wirklich, hier geht es direkt und altbekannt daher, aber gekonnt und darauf kommt es an. Die Riffs sitzen, das Songwriting fetzt und so halten sich die 42 Minuten wacker spannend.

Old School Black Metal , roh, harsch, melodisch und mit viel Heimat- und Naturverbundenheit. Burkhartsvinter vereinen das auch auf ihrem zweiten Album „Hohenkrähen“ gekonnt zu einem unheiligen, rohen und schwarzen Brocken, der ordentlich Bock macht. Wenn es dann noch so hübsch mit Wachssiegel verpackt wird, macht man als Band alles richtig. Und die nächste Burgentour ist auch schon geplant.

Links:

Bandcamp    Facebook    Metal-Archives    YouTube

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s