Стахановцы – Ниже ада уголь есть..!

S e l f - r e l e a s e

Стахановцы (oder Stakhanovtsy) hatte ich ja an selbiger Stelle einmal besprochen. Damals ging es um ihr immernoch aktuelles Album „Ништяк„. Zum 10-jährigen Bestehen haben die Jungs aber auch gleich noch im selben Jahr (2017) ihr allererstes Demo neu aufgenommen und beweisen dabei, dass sie auch damals schon ordentlich Druck hinter hatten.

Mit 12 Songs in 35 Minuten zeigt sich die Band von ihrer abwechslungsreichen und doch ziemlich direkten und erdigen Seite. Bodenständiger, schwerer Arbeiter-Thrash rumpelt aus den Lautsprechern, ohne furiose Riff-Ekstasen, ohne Firlefanz und doch mit etlichen Ideen und kleinen, aber immer passenden Spielereien. Bereits beim Auftakt „Шахтёр Метал“ zeigt sich die Band von ihrer düsteren, schweren, ja beinahe erdrückenden Seite und geleiten einen mit beklemmenden Chören und tiefen Riffs unter Tage. Im Folgenden wird es zwar heller, aber nicht minder stark. Groovende Walzen reihen sich an punkiges Vorpreschen mit ranzigen Vocals und Stakkato-Riffs. Die Produktion ist dabei immer bockstark, mit viel Kraft, Druck und Schwere bestückt. Keyboards kommen immer wieder zum Einsatz um der Atmosphäre die nötige Beklemmung zu verleihen während die Gitarren sich mit den wuchtigen Drums ihren Weg bahnen. Mal groovend schwer, mal rasant und kompromisslos und mal etwas verspielt liefern sie ein ziemlich abwechslungsreiches Gesamtpaket, in dem auch der kräftige Bass zur Geltung kommt und die Energie noch etwas konzentriert. Immer wieder wird der schwere Thrash durch Punk-Anleihen aufgelockert und bekommt dadurch einen noch etwas räudigeren und direkteren Sound. Ob melodische Brecher wie „Ниже ада уголь есть„, stampfende Rhythmen wie in „История о Тимофее“ oder atmosphärische Schwere wie im bereits erwähnten Opener, die Band schafft es die Songs durchgängig spannend zu halten, sorgt mit viel Tempo- und Rhythmuswechseln für Abwechslung und liefert mit den Keyboards und Assi-Punk Vocals sowie grantigem Keifen und Gröhlen packende Songstrukturen und Akzente.

Wer auf russischen Thrash mit viel Punk und der eher ungewöhlichen Thematik der Minenarbeit steht oder zumindest an einem der Dinge gefallen findet, der wird auf „Ниже ада уголь есть..!“ erdigen, bodenständigen und druckvollen Thrash finden, mit dem man sicher den ein oder anderen Abend füllen kann. Mir hat besonders der hohe Punk-Anteil Freude bereitet, der aber auch ordentlich walzende Riffs einbindet. Immer wieder auflockernd und dreckig. Herrlich.

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