Denigrate – Hollowpoint

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Begeben wir uns doch mal wieder in den hohen Norden, ganz ohne Black Metal, versprochen. Finnland soll heute unser Reiseziel sein und dort treffen wir auf Denigrate, eine Viererkombo, die dort bereits seit ’96 ihr Unwesen treibt. Angefangen haben die Herren mit düsterem Gothic Metal, bevor sie sich in eine völlig andere Richtung entwickelten, was man wohl auch am Album-Cover erkennen kann. „Hollowpoint“ erschien 2015 und damit 12 Jahre nach dem Debüt der Band. 12 Jahre in denen musikalisch und personell einiges passiert ist, allerdings nicht zum Schlechteren.

Hollowpoint“ ist gefüllt mit extrem starken Melodien, leicht progressiver/verspielter Herangehensweise und betörendem Melodic Metal, der emotional noch den Gothic-Zeit nachhängt aber auch viel Platz für modernes einräumt. Großartige Hooks und extrem packender Klargesang dominieren das Album und machen es zu einer emotional sehr packenden Geschichte in der interessante Strukturen und viel Melodie perfekt kombiniert wird. Mal ruhiger Prog Rock, mal donnernder Heavy Metal, mal irgendwo dazwischen, aber immer packend und erhaben. Schön sägende Gitarren treffen immer wieder auf melancholische Leads, interessante Drum-Intervalle, schweren, auf Volumen getrimmten Bass und die unglaublich bezaubernde Stimme von Mikko Huvinen, der sowohl emotionalen Klargesang als auch brachiale Growls astrein beherrscht und in den Sound der Band einfließen lässt. Dazu gesellen sich immer wieder ebenso starke Gastsänger, die ebenfalls einige Akzente setzen können. Aber das Hauptargument der Band sind und bleiben die großartigen Melodien, die sie mit progressiver Härte aber auch verspielter Sanftheit paaren und dadurch ein stimmiges und abwechslungsreiches Melodic Metal-Monument erschaffen. Ursprünglich gut 45 Minuten lang wird das Album zusätzlich zum Abschluss mit Bonus- und Cover-Songs (darunter unter anderem Testament und Alice in Chains) auf satte 72 Minuten gestreckt.

Denigrate haben mal eben das beste Melodic Metal-Album rausgehauen was ich seit langem hören durfte. Es klingt einfach extrem frisch, abwechslungsreich und emotional ziemlich tiefgreifend. Dazu die Bonussongs, die die Band dann nochmal in etwas anderem, bisweilen fast thrashigen Gewand zeigen und auf die Einflüsse der Musiker zurückschließen lässt, was ja auch immer interessant ist 😉 Wer „Hollowpoint“ noch nicht sein Eigen nennt, obwohl es nun schon 3 Jahre auf dem Buckel hat, der sollte das schleunigst ändern!

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