Fervent Hate – Tales of Hate, Lust and Chaos

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Fervent Hate liefern uns heute eine deftige Einführung in ein Genre von dem ich absolut null Ahnung habe, wenn ich ehrlich bin. Ich war nie ein wirklicher Death Metal-Fan, abgesehen von ausgewählten Bands wie Just Before Dawn und den obligatorischen Melo-Death-Kombos, von denen ja jeder Metalhead ein paar in seinem Plattenschrank hat. Insofern verwundert es auch nicht, dass mir Death’n’Roll bisher völlig durch die Lappen gegangen ist, was im Nachhinein betrachtet echt schade ist, denn die Peruaner zeigen auf ihrem zweiten Album „Tales of Hate, Lust and Chaos“ eindrucksvoll was dieses Genre so zu bieten hat.

40 Minuten Musik beinhaltet dieses Album und verteilt das auf 10 Songs, was das rechnen recht einfach macht. Musikalisch ist das Werk ähnlich einfach, aber deutlich effektiver, denn in den Songs steckt genausoviel energischer Death Metal wie groovig rockender Rock’n’Roll, das sich zu einer ziemlich knackigen und spaßigen Nummer entwickelt. Das ganze wird mit druckvollem Sound und dröhnenden Gitarren veredelt. Die Basis des Ganzen sind locker groovende Drums, die sich immer wieder zu mal mehr mal weniger aggressiven Blasts und genereller Bass-Drum-Vergewaltigung hinreißen lässt während nebenher der Bass für den druckvollen Sound und fetzige Rhythmen zuständig ist. Mal orientiert er sich dabei an den Gitarren, oft geht er aber auch eigene Wege und groovt sich gepflegt durch die tiefen Töne. Dazu gesellen sich die Gitarren, die schwere Death-Metal-Riffs oft simultan mit locker-flockigen Rock-Nummern zocken oder nahtlos ineinander übergehen lässt. Hier und da wird noch ein kleines Solo eingestreut um die Sache weiter aufzulockern ohne zu viel Energie und Härte rauszunehmen. Bremse? Fehlanzeige, die Band prügelt sich stur wie ein Esel durch ihre Midtempo Death-Walzen wie ein Panzer. Wer sich in den Weg stellt wir einfach über(rock’n‘)rollt. Nur ganz selten gibts es Ausreißer, die Geschwindigkeit anziehen und die zu spielerischer Höchstform auflaufen lassen. Aber auch der „Standard“-Death’n’Roll der Jungs bringt ordentlich Stimmung in die müden Glieder und alten Knochen. Gesanglich geht es genauso direkt nach vorne. Melo-Death-Growls und gelegentlich zur Unterstützung eingesetzte Scream. Fertig. Mehr brauchen die Jungs auch gar nicht um das Aggressionslevel aufrecht zu halten und ordentlich Kante zu zeigen. Einfach raufgeknüppelt. So und nicht anders werden die 40 Minuten des Albums gefüllt mit richtig gutem Death Metal, der durch seinen Rock’n’Roll um einige freudige Sphären erweitert, aber nicht aufgeweicht oder verwässert wird.

Wer mit Death’n’Roll genauso wenig anfangen konnte wie ich, der dürfte mit Fervent Hate und ihrem Zweitlingswerk „Tales of Hate, Lust and Chaos“ einen super Einstieg in das Genre erlangen, aber ich finde, auch eingefleischt Death-Rocker dürften hier ihre wahre Freude haben, denn die Jungs gehen mit viel Herzblut und Spielfreude an die Sache ran, was man jeder Note anhört. Und auf die Fresse gibts auch noch genug.

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