Akasava – Strange Aeons

akasava

Begeben wir uns doch noch einmal in die Weiten französischer Experimentalmusik. Anders als bei Krasseville geht es bei Akasava schwerer und insgesamt deutlich rockiger zu Werke. Die Band kam 2016 mit ihrem Debütalbum um die Ecke, aber wir beleuchten heute ihre erste EP aus dem Jahr 2015, denn „Strange Aeons“ vereint bereits alle Elemente des Bandsounds und klingt dabei erdig und ehrlich.

Wer seine Einflüsse aus der „dunklen Seite der 70er“ und Lovecraft zieht, der wirkt schon von vornherein interessant, wer es dann noch gekonnt umsetzen kann, der hat schon fast gewonnen. Das französische Quartett bringt auf seinem ersten Lebenszeichen zwar nur 13 Minuten Musik unter, die haben es aber in sich, denn was die Herren (+Dame) zaubern sind doomige, psychedelische Rocksongs mit viel Sinn fürs Okkulte und Atmosphärische. Immer wieder wird der schwere rockige Sound durch Ambient-Sound und Klanglandschaften unterbrochen und die Atmosphäre weiter verdichtet, wonach der staubige 70s-Rock noch eine Spur drückender wirkt. Doomige Schwere trifft hier auf staubige Riffs, psychedelischen Hippie-Charme und französische Leichtigkeit, die zusammen frisch und ehrlich einschlagen und auch einen leicht okkulten Hauch nicht verschleiern können. Bomben wie „Black & White Lady“ betören mit ihrem einfachen und doch vielschichtigen Auftreten, den Mitsing-Parts, leichten Motörhead-Anleihen und Sabbath-Huldigung, während der Sound doch immer „nur“ nach erdigem Rock klingt. Ein paar experimentelle Riffs hier und da, psychedelische Sound-Wände und nebulöses Drönen schleichen sich immer wieder auf die EP und sorgen für dichte Atmosphäre trotz lockerem Sound.

Wer erdigen, ehrlichen Rock will, der klingt wie frisch aus den besten Zeiten, dazu aber durch seine okkulte und psychedelische Ader auch eine ordentlich dichte Stimmung erzeugt ohne seine Leichtigkeit und rockig rollige Spontanität zu verlieren, doom, heavy und classic Rock vereint, der sollte hier mal ein Ohr riskieren. Bis auf die Länge gibt es hier nichts zu meckern, wenn man auf den eigenwilligen Sound der Old-School-Franzosen steht. Join the Ritual!

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