Vetrarnott – Scion

Cover

Heute mal wieder nach Italien zu den Progressive Black Metallern von Vetrarnott, die sich nach einem Enslaved-Song benannt haben. 2015 als Ein-Mann-Projekt gegründet, wuchs das Gebilde 2017 zum Trio heran unter dessen Besetzung nun mit „Scion“ die erste EP eingespielt wurde und aktuell kurz vor der Veröffentlichung steht.

4 Songs (davon ein kurzes Interlude vor dem Bonussong) hat die Scheibe zu bieten und kratzt damit an der 20-Minuten-Marke. Gefüllt wird die Zeit mit ordentlich ruppigem, aber solide produzierten, immer wieder etwas sperrig daher kommenden Black Metal. Immer wieder wird das direkte nach vorne dreschen des aggressiven Sounds mit kleinen Melodie-Segmenten aufgelockert oder durch progressive Strukturen noch verschrobener und unzugänglicher gemacht, ohne dabei das Gesamtbild komplett zu überladen. Hier und da werden noch kleine Akustikgitarren und Wind-Samples eingestreut um dem ganzen einen eher naturverbundenen Beiklang zu geben und hier und da verwandelt sich das Ganze fast in Richtung Prog Rock mit Black Metal-Gitarren und -Vocals. Mal drischt die Band brachial und unberechenbar nach vorne, knüppelt sich frohen Mutes durch Old-School Black Metal wie in „The Tide“ und dann erinnert sie mit einem tiefen Männerchor und interessanten Melodien an seichteren Viking Metal mit viel Black Metal-Einfluss (man siehe „Unbound„). Glücklicherweise gehen die progressiven, kantigen Momente nicht zu weit und lassen der Musik die Black Metal-Rohheit und eine gewisse treibende Direktheit durch die das Material auch gleich eine dicke Ladung Aggression bekommt. Da passen dann auch die grimmigen Schreie und grollenden Growls ins Bild und erinnern dann doch immer mal wieder an die namensgebende Band.

Vetrarnott liefern auf ihrer ersten EP schon gleich ein ordentliches Duftzeichen, das mit progressiven Strukturen, kaltem Black Metal und Viking-Versatzstücken doch ein ziemlich abwechslungsreiches Werk darstellt und trotz der Komplexität eine lose Aggression im Hintergrund vermuten lässt, die nur bedingt gebändigt wurde. „Scion“ lässt schon mal auf deutlich mehr gute Mucke hoffen!

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