Fvneral Fvkk – The Lecherous Liturgies

Fvneral Fvkk - The LEcehrous EP

Ich werde mich wohl nie völlig vom Fäulnis-Dunstkreis losreißen können, aber wozu sollte ich das auch versuchen, immerhin umgibt diese Band eine Aura der großartigen Musik und da bilden auch Fvneral Fvkk mit Mitgliedern von Fäulnis, Ophis und Crimson Swan keine Ausnahme. Das beweisen die 5 anonymen Mitglieder bereits auf ihrer 2017 erschienenen EP „The Lecherous Liturgies“ eindrucksvoll.

Zwei Lieder und ein Bonussong beherbergt diese kurze EP, die damit trotzdem auf stolze 18 Minuten kommt, für Doom Metal-Verhältnisse ist das aber immernoch recht kurz. Was die Band allerdings an 10+-Minütern einspart, verwandelt sie gekonnt in epische Hymnen der Langsamkeit mit viel Theatralik und ritueller Magie. Mit einer gehörigen Portion Blasphemie beginnt der epische Doom-Reigen mit interessantem und abwechslungsreichem Drumming und langsam treibenden Riffs. Dazu gesellt sich ziemlich schnell der erhabene Klargesang des Cantor Cinaedicus, dessen magische Stimme einem orthodoxen Chor gleichkommt und das Doom-Ritual beginnen lässt. Die Hauptarbeit liefern tatsächlich die Vocals, die im Alleingang eine extrem erhabene Atmosphäre entfalten und den Hörer betören, während die Instrumente eine düster wabernde Untermalung zaubern, sich aber immer wieder in rockige Momente flüchtet, verspielte Soli einstreut, stampfender und schneller nach vorn rumpelt oder sich in fiesen Störgeräuschen entladen. Dabei hält sich der Doom Metal der Hamburger extrem frisch, lässt viele Spielereien zu ohne den Grundsound zu verwässern und macht einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß. Zwar erinnern sie mit Optik und Songtiteln wie „Erection in the House of God“ oder „Fvkking at Fvnerals“ an Powerwolf, musikalisch sind sie den Power-Barden allerdings um Welten übelegen.

Epischer Doom trifft auf ein bisschen blasphemischen Charme und ein spannendes Gesamtkonzept bei dem die Optik endlich mal zur Musik passt. Mit Fvneral Fvkk erhebt sich gerade ein neuer Stern am deutschen Doom Metal-Firmament, das erste Sakrileg ist bereits erschienen und beschert euch 18 Minuten feinste Langsam-Kunst.

Links:

Bandcamp    Facebook    Homepage    Metal-Archives

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s