Atrophie / Voin Grim – Split

Atrophie Voin Grim

Heute gibt es zur Abwechslung gleich zwei Bands auf die Ohren! Denn wie mir scheint haben sich das Ukrainische Ein-Mann-Projekt Voin Grim dazu entschlossen sein zusammen mit einem seinem Bandkollegen bei Gurthang geformtes Nebenprojekt in eine gemeinsame Veröffentlichung zu integrieren. So entstand die Split zwischen Atrophie und Voin Grim, die erst kürzlich das Licht der Welt erblickte und zwei zuvor veröffentlichten Werken der Band ein physisches Release geben.

Fünf Songs gibts auf die Lauscher, zwei davon von Atrophie und die restlichen drei von Voin Grim. Die Split geht glücklicherweise alphabetisch vor, also widmen wir uns zunächst dem ukrainisch/polnischen Duo. Das beginnt zunächst mit einem eigenen Song und schiebt dann noch ein Behemoth-Cover von „Moonspell Rites“ nach. Beide erschienen zuvor auf der „Imminent Decay„-EP. Hierbei lassen sie den rohen, direkten Atmospheric Black Metal hochleben und zelebrieren frostige Riffwände, gemächliches Drumming, das sich immer wieder zu schnellen Segmenten hinreißen lässt, und dicht gewebte Keyboardteppiche. Kühl, düster und aggressiv heizt das Duo durch neblige Wälder ohne Schnörkel, ohne Kompromisse. Dazu raue, raspelnde Vocals und der Raum erfüllt sich mit purer Old-School-Nostalgie. Dagegen geht das nachfolgende Cover mehr in die okkulte Richtung, hat mehr Variationen im Riffing und verglichen mit dem Original entwickelt es dadurch sogar einen ziemlich eigenen, bandtypischen Charme, der trotz Old-School-Charakter modern und irgendwie frischer wirkt. Im Anschluss daran gibt es drei Songs von Voin Grim zu hören, die das Ein-Mann-Schlachtschiff Anfang des Jahres unter dem Titel „Bewitching Winds of Transylvania“ als EP herausbrachte. Wie gewohnt knüppelt der Herr seinen rohen, ruppigen Atmsopheric Black Metal herunter, der Atrophie nicht unähnlich ist, aber das Ganze noch etwas kantiger rüberbringt. Dabei hat sich der Sound im Vergleich zu frühen Werken doch recht ordentlich gebessert, was an der Macht der Musik wenig rüttelt und so die treibend-sägenden Gitarren immernoch mit viel Kratzen aus den Lautsprechern wabern lässt. Immer dabei, dichte Keyboardwände, die dem ganzen etwas mystisches mit auf den Weg geben und nur ganz selten zu „cheesy“ klingen.

Für kalten und rohen Black Metal scheint Osteuropa sich nicht zu schade zu sein und was Atrophie und auch Voin Grim hier abliefern ist geprägt von Kälte, wärmeren Keyboards und rohem Old-School-Vibe, der roh und direkt ins Ohr geht. Gerade klassische Schwarzmetaller dürften hier auf ihre Kosten kommen!

Links:

Voin Grim: Bandcamp    Facebook    VKontakte

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