Donarhall – Arousal

Donarhall - Arousal

Zurück in die Heimat mit einigen instrumentalen Klängen aus Niedersachsen. Das Ein-Mann-Projekt Donarhall war seit seiner Gründung 2016 extrem fleißig und veröffentlichte mittlerweile ganze 4 Alben, 1 EP und 2 Splits. So viel Musik in so kurzer Zeit ist normalerweise ein fettes Warnsignal, wenn es um Qualität geht, nicht so hier. Auch auf dem 4. Album „Arousal“ schafft es der werte Herr Gnev die Messlatte ziemlich hoch anzulegen.

Das Album kommt mit vier Songs daher, die allesamt an der 10-Minuten-Marke kratzen und damit von vorneherein klar machen, dass hier vermehrt auf Atmosphäre geachtet wird, was bei Atmospheric Black Metal ja auch nichts ungewöhnliches ist. Ungewöhnlich ist dagegen die Tatsache, dass die Band von beginn an alles rein instrumental rüberbringt. Ohne grimmige Vocals, fieses Keifen und Krächzen. Und obwohl mir bei instrumentaler Musik fast immer genau das fehlt, beeinträchtigt es den Hörgenuss von Donarhall nie. Dafür kommen die Riffs viel schöner zur Geltung, die sich für einen kühlen und etwas knackig-ruppigen Sound stark machen und mit viel Liebe für Details eine dichte Atmosphäre heraufbeschwören. Immer wieder stechen kleine Nuancen ins..Auge(?), die einfach Freude bereiten. So entsteht eine dichte Wand aus Gitarren- und Bassklängen aus deren Mitte sich Feinheiten erheben um den Sound auf eine neue Stufe zu heben, während im Hintergrund die kühle, dichte Atmosphäre wütet. Dabei fühlt es sich immer so an als wolle die Musik eine Geschichte erzählen, die von den konstant wummernden Drums getragen wird, die ohne viel Variation im Hintergrund knüppeln und rumpeln während epische, orchestrale Keyboards und besagte Saitenfraktion die Story ausschmücken und dabei mal episch, mal düster und mal melancholisch daher kommen.

Wer seine Instrumente so beherrscht, der braucht tatsächlich keinen Gesang. „Arousal“ zeigt einmal mehr das Können von Gnev, der von mir aus 10 Alben pro Jahr veröffentlichen darf, solange die Qualität auf diesem Level bleibt. Donarhall bietet einmal mehr packenden Atmospheric Black Metal, der einem reinläuft wie frischer Kaffee und dabei mindestens genauso schwarz ist ohne kvltig zu werden.

Links:

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