Rabengrab – Der Weg des Einsamen

Rabengrab - der weg des einsamen

Rabengrab ist tot. Salazar hat sein Projekt nach fast 10 Jahren fürs erste für begraben erklärt. Zum Gedenken an dieses großartige harzer Projekt widme ich mich heute seinem Album „Der Weg des Einsamen – Ein Dichter auf seiner Reise durch den Herbst„, dass 2012 auf dem mittlerweile etablierten Label Talheim Records auf Kassette erschien.

11 Songs und 50 Minuten Spielzeit laden zum Träumen und Fantasieren ein, kreieren bezaubernde Klangwelten und das Ganze ohne sich sehr aufzubauschen. Irgendwo in der Schnittmenge aus Ambient, Dungeon Synth und Neoklassik verortet dominiert vor allem das Piano den Klangkosmos und liefert die Grundlage der Songs auf denen sich dann ein paar Synths und Naturgeräusche legen. Es klingt herbstlich, also überwiegend warm mit einzelnen kühleren Momenten und einem ziemlich ruhigen Tempo. Aber auch das kann man natürlich spannend gestalten und so reicht die musikalische Bandbreite von epischen, treibenden Segmenten in „Kampf im Schloss der Buben“ über ganz ruhige, minimalistische Klänge in „Der Schneckerich aus dem Zauberwald“ bis zu düsteren und fast schon beklemmenden Elementen in „Die schwarzen Herzen auf ewig vereint„. Die Songs beschränken sich dabei auf das Wesentliche, kein ausufernder Bombast, keine Synthesizer-Überladung, nur Piano/Synthies und ein bisschen Beiwerk und doch entsteht dadurch eine jedes mal aufs neue interessante Welt, in der es so viel zu entdecken gibt. Man entdeckt doch immer wieder was neues und verliert sich schnell in den fantasievollen, fast schon kindlich-naiven (im postivsten aller Sinne) Songs, die ein bisschen nordisch, ein bisschen mittelalterlich und ein bisschen herbstlich und fast winterlich daher kommen. Einfach schön.

Wer zwischen dem ganzen Metal-Geknüppel mal etwas Pause braucht und ruhigere Töne hören möchte, der sollte sich mal mit Rabengrab beschäftigen, denn die ruhigen und sanften Töne seiner Musik, betören den Geist jedes Mal aufs Neue. Obendrauf gibt es außerdem noch zwei Bonussongs, was will man mehr?

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