Leviathan – Of Origins Unearthed

Leviathan - Cover - Of Origins Unearthed

Von den 16 Leviathans die sich so auf Metal-Archives finden lassen, habe ich mir heute mal die Nummer 2 rausgesucht. Chronologisch die Nummer zwei, musikalisch…keine Ahnung, hab die 14, die noch kommen, einfach mal ignoriert, denn das neuste Album dieser Formation hier ist Grund genug sie euch gleich mal vorzustellen. Dabei ist „Of Oigins Unearthed“ bereits das dritte Album der Gruppe, die ursprünglich 2005 ins Leben gerufen wurde. Nach zwei Alben und drei EPs war dann 2013 erst einmal Schluss, bis sie sich im letzten Jahr neu formierten und vor Kurzem ein neues Album raushauten. Das Ergebnis gibts jetzt hier.

8 Songs und ein Intro gibts auf die Ohren, fast 40 Minuten werden gefüllt und es geht von Anfang bis Ende heiß her. Irgendwo zwischen Progressive und Melodic Death Metal haben sich die Herrschaften angesiedelt und spielen da fröhlich mit verschiedenen Einflüssen. Das Ganze Gemisch verpacken die Jungs und Mädels unter kraftvollem, klaren Sound, der mit viel Wucht und dem Gewissen etwas an poppiger Eingängigkeit die komplexen Parts etwas zu kaschieren versucht. Darunter verbirgt sich allerdings ein interessantes Gebilde, das progressive und ziemlich vertrackte Riffs und Strukturen mit ziemlich geilen Melodien verbindet, was sich gegenseitig auszugleichen ohne sich gegenseitig zu sehr auszustechen. So kommen beide Welten voll zum Zuge und entfalten ihre Wirkung. Gerade wenn das Progressive kurz davor ist Kopfweh zu verursachen grätscht eine packende Melodie rein und chorischer Gesang oder der klare Gesang von Frontfrau Jule machen das Ganze etwas leichter verdaulich. Aber nicht nur der Klargesang überzeugt, das harsche Keifen Jonas haut auch ordentlich rein und wird mit viel Energie, Aggression und Bissigkeit hinausgespien. Jeder einzelne Song entwickelt sich schnell zur packenden und mitreißenden Metal-Nummer, die allesamt live funktionieren dürften, nachdem sie auf Platte bereits voll überzeugen. Seien es die eher melodisch angehauchten Songs wie „Keep Going„, die irgendwie folkig angehauchten Stücke wie „Sorrow“ oder auch die stürmigen, chaotischen und progressiveren Dinger wie „Proclamation of Death„, alles ist episch, packend und donnert mit viel Wucht auf einen ein. Von der Energie und der Geschwindigkeit hätte das auch ein reinrassiges Thrash-Album werden können, aber da hatte die Truppe wohl doch keinen Bock drauf, obwohl man immer wieder einige ziemlich thrashige Momente findet. Überbleibsel der ersten Version des Albums? Vermutlich nicht, aber interessant wärs! 😀

Wer mal wieder Melodic Death Metal hören will, der nicht ganz so 0815 klingt wie der Rest, der sollte mal Leviathan probieren, denn durch die schiere Wucht der Songs, das hohe Tempo und das Progressive klingt die Band aus Bonn erfrischend frisch und dürfte so manches Metal-Herz höher schlagen lassen. Mit ihrem aktuellen Album „Of Origins Unearthed“ ist ihnen ein ziemlich dicker und spannender Brocken gelungen! Reinhören!

Links:

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