Ashes of My Memory – Raptures /// Disillusions

Cover RD

Nach ziemlich direktem Blackened Thrash/Speed-Geknüppel gehts heute mal wieder in die etwas anspruchsvollere und melodischere Richtung, denn mit Ashes of My Memory erweckte ein neuer Stern am italienischen Progressive-Himmel und haute nach ihrem Demo von 2011 mit „Raptures /// Disillusions“ im 9. Jahr des Bandbestehens die erste EP raus. Darauf zu finden sind zwei Songs, die weder Raptures noch Disillusions heißen. Skandal!

Der Sound der EP ist ordentlich, kommt schön energievoll daher und trägt deutlich zur Tiefe der Stücke bei, die beide um die 8,5 Minuten Länge besitzen. Die Instrumente sind klar auszumachen, auch die akustischen Segmente sind ausbalanciert und überzeugen durch glasklaren Sound, da gibts nix zu meckern. Den Anfang macht „The Cycle„, der ruhig aufbauen beginnt, etwas Trommelwirbel und sich langsam steigernde, sehr ruhige und verträumte Gitarren. Zunächst erinnert das Ganze also mehr an Post-Rock als Death Metal, was sich jedoch schnell ändert, wenn treibende Leads in den Sound einschneiden und brachialer Growl-Gesang durch den Raum grollt. Dabei bleibt die Band immer sehr melodisch auch wenn es bisweilen komplex, vertrackt und progressiv wird. Komplexe Riffs treffen auf melodischen Death Metal und Post-Rock-Interludes mit charmanten Clean Vocals. Da wird schon gleich einiges geboten, was nicht verwundert, wenn die Band die EP bereits als „Querschnitt ihrer musikalischen Herangehensweise“ betitelt. Dementsprechend geht es auch im zweiten Song „The Decline“ weiter, der insgesamt düsterer und etwas grimmiger daher kommt, im Großen und Ganzen aber auf der Schiene aus anspruchsvollen Riffs, treibendem Death Metal, harschen Vocals und melodischen Abschnitten hin und her schwankt. Dabei streift die Band hier und da auch mal die Core-Ecke ohne sich allzu tief darin auszuleben. Dadurch wird das Gezeigte natürlich extrem vielschichtig, verliert aber nie den roten Faden, sondern hangelt sich galant von Segment zu Segment und präsentiert sich von seiner besten Seite.

Ashes of My Memory gehören was das Veröffentlichen von Musik angeht noch nicht zu den alten Hasen, zeigen aber auf ihrer ersten EP „Raptures /// Disillusions“ eine Spiel- und Experimentierfreude, die ordentlich frischen Wind mitbringt, denn die Mixtur aus Progressive, Melodic Death Metal und Post-Rock ist sowohl musikalisch als auch atmosphärisch ziemlich interessant und klingt erstaunlich frisch und leicht trotz der Komplexität mancher Momente. Auf die Jungs sollte man auf jeden Fall ein Auge haben.

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