XCIII – Transiense

XCIII Transience

Heute beglücke ich euch mal wieder mit einem alten Bekannten. Wer diesen Blog schon länger verfolgt dürfte hier bereits über die meisten XCIII-Veröffentlichungen gestolpert sein. Der neuste Streich des französischen Exerimental-Kommandos hört auf den Titel „Transiense“ und erschien Ende Oktober.

Mit seinen 6 Songs schafft es der neue Longplayer auf gute 45 Minuten und zieht einen ziemlich schnell in seine ganz eigene, verträumte Welt. Nach einem kurzen gesampelten Intro aus einem Musik-Club oder ähnlichem, geht es direkt los mit verquerer, avantgardistischer und atmosphärischen Klangwelten, die sich atmosphärisch und strukturell auf den Vorgängern aufbauen, aber den ganzen Kosmos noch um einiges erweitern. Düsterer, jazziger Rock entfaltet sich langsam, spaceige Synthies wabern sanft durchs Bild und das immer wiederkehrende Piano erhellt die Szene. Spuren von Synthie Pop lassen sich erahnen während sich auch immer wieder Trip Hop-Einflüsse ausmachen lassen. Immer wieder brechen Samples und Soundeffekte in den Sound ein und geben dem ganzen etwas recht Abstraktes mit auf den Weg. Und doch…trotz all der Einflüsse und dem experimentellen Charakter der Musik, lässt sich doch ein großer Zusammenhang im Schaffen von Mastermind Guillaume erkennen. Insgesamt stellt sich das Album sogar bisweilen als ziemlich eingängig heraus, besonders die sehr rockige Nummer „Room of Lights“ geht rein wie Öl und überzeugt sowohl durch einige fetzige Gitarren-Soli als auch durch bezaubernden weiblichen Klargesang. Aber auch die anderen Stücke erwecken mit ihrer Mischung aus sanften Synthies, Piano, Avantgarde Rock und einem Hauch Rap oder Trip Hop eine ziemlich warme und gemütliche Stimmung durch die es einem gleich viel leichter fällt sich auf die Songs einzulassen. Es ist einfach schön sich in den Klängen des Franzosen zu verlieren, egal in welche Richtung er wieder experimentiert.

Ich kann mich an dieser Stelle eigentlich nur noch wiederholen, aber die Musik von XCIII ist einfach großartig und das auch auf dem neuen Album. Das bezaubernde Spiel verschiedener Genres mit Fokus auf Atmosphäre und fast trance-artigen Segmenten läd einfach zum Eintauchen und Genießen ein. Wie jedes Jahr ist das auch wieder ein Anwärter auf das Album des Jahres. Ich kanns nicht ändern, hört euch „Transiense“ an.

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