Vidres a la sang – Set de sang

vidres a la sang - set de sang

In Kürze wird das neue Album von Vidres a la sang erscheinen. Es wird das 4. der Bandgeschichte und das erste nach der Reunion der Spanier Anfang des Jahres. Somit meldet sich mit „Set de sang“ erneut die Band zu Wort, die laut dem Promo Sheet zu den Pionieren des katalanisch gesungenen Extreme Metals zählt. Inwieweit das stimmt kann ich nicht sagen, ich weiß jedoch eines: Das Album wird verdammt gut werden.

Bereits beim Opener zeigt sich die große Stärke der Band, die darin besteht mit großartigem Sound eine richtig geile Mischung aus Black und Death zu zaubern, die zum einen durch progressive Ausflüchte und zum anderen durch doch recht dominante Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal aufgewertet wird und dadurch neben der Härte, Aggression und Finsternis des Extreme Metals auch etwas sehr Melodisches, fast schon Rockiges an sich hat und auch hymnische Momente mit sich bringt. Fiese Riffs zwischen schwarzer Kälte und tödlicher Schwere liefern treibende Soundwände während donnernde Drums die Songs nach vorne treiben was in Kombination den Grundsound des Albums bildet. Da dürfen dann auch die Vocals deutlich härter, gutturaler und aggressiver Sein. Dazu gesellen sich immer wieder progressive Strukturen, die mich entfernt an das aktuelle Fjoergyn-Album erinnern, also etwas nahöstlich angehaucht mit etwas Jazz und viel Melodik, die gelegentlich in recht lange „Jam-Sessions“ ausarten und so zu einem sehr organischen und lebendig wirkenden Album beitragen. Da schleichen sich dann auch immer wieder Einflüsse aus dem Heavy Metal ein und hymnischer (mehrstimmiger) Klargesang dominiert das Bild, wodurch man auch öfters dazu eingeladen wird einfach mal mitzusingen. Als zusätzlicher Bonus kommen die Vocals neben Melodik auch mit viel Emotion daher und bilden durch diese Emotionalität eine Art Brücke zwischen Progressive und roher Extreme Metal-Wildheit. Durch dieses Wechselspiel gestalten sich die 7 Songs der Scheibe ziemlich abwechlsungsreich und detailverliebt, wodurch eigentlich nie Langeweile aufkommt und das Ganze auch nach mehreren Durchläufen noch echt Spaß macht.

Mit „Set de sang“ liefert die spanische Armada Vidres a la sang eine bockstarkes Comeback ab, das mit gut 50 Minuten eine Vielzahl an Einflüssen abdeckt, dabei mal an Behemoth, mal an Fjoergyn erinnert, im Großen und Ganzen aber ganz eigen daher kommt und durch seinen interessanten Mix aus Black/Death und Progressive/Heavy ein Werk zwischen sanfter Melodik und aggressiver Riffgewalt zaubert. Absolut empfehlenswert.

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