Naurrakar – Apogeum

Narurrakar - Apogeon

Die heutige Band ist mir bereits seit ihrer ersten EP von 2012 bekannt, denn „Zákon chaosu“ lief bei mir eine geraume Zeit lang in Dauerschleife, so genial fand ich das schwarze Gebräu der Tschechen. Irgendwie verlor ich die Jungs dann aus den Augen, so dass ich mir das Debüt und die 2015er EP erst zusammen mit dem 2017er Werk „Apogeum“ zulegte und mit selbigem wollte ich euch heute mal die Truppe Naurrakar vorstellen.

Was die Jungs zaubern ist osteuropäischer Black Metal in höchster Vollendung. Galoppierende Riffs rasen frostig vorüber, sich immer wieder überschlagend, tosend und stürmend während donnernde Blast Beast und rasante Drums die Songs noch weiter anheizen. Pausen gibts fast nur im „Intro“ und dem „Intermezzo„, der Rest ist gefüllt mit rasender Kälte, präzisen Riffs und treibenden Drums. Hier und da wird etwas Tempo rausgenommen um etwas Schwere, Groove und Punk einfließen zu lassen, was das sonst ziemlich kühle mit Dunkelheit und Anarchie erweitert. Dazu gesellen sich immer wieder ziemlich geile Soli wie man sie sonst bei Speed Metal-Truppen erwarten würde. Ganz schön bunt das Programm der Schwarzheimer und trotzdem bleibt das Grundkonzept aus direktem Black Metal, Satan, Misanthropie, Krieg und Verderben bestehen. Damit reihen sie sich rein musikalisch in eine Reihe mit den ebenfalls großartigen Sekhmet oder auch Stíny plamenů. Die Produktion der Scheibe ist allerdings etwas klarer und polierter als bei den anderen Bands, was mir fast etwas zu glatt ist, aber hier und da ein paar kleine Eckchen zulässt und durch die Schärfe und Klarheit der Produktion auch etwas frostiger daher kommt. 12 Songs dreschen 40 Minuten lang auf einen ein und liefern punkigen, riffigen Black Metal, der ordentlich Bock macht. Dazu die grimmig-keifende Stimme vom neuen Sänger Angmar, der den Sekhmet-Fronter ablöste und jetzt mit seinem Organ frischen Wind in die Band bringt und sich sofort unter die Haut bohrt.

Osteuropa beweist einmal mehr, dass es aktuell der Brennpunkt im Black Metal-Zirkus darstellt, denn jeder der grimmige, rasanten und punkigen Black Metal liebt, dürfte mit diesem nuklearkriegsverseuchten Album einen Volltreffer landen. Naurrakar überzeugen auch auf „Apogeum“ auf ganzer Linie und lassen sogar immer wieder kleine Darkthrone-Anleihen durchschimmern. Was will man mehr?

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