Joe Mizzi – Angels Fall

Joe Mizzi - Angels Fall

Heute gibts mal etwas von einem Szene-Urgestein aus Malta. Joe Mizzi kam wohl irgendwann Ende der 80er nach Deutschland und war dann in einigen Metal/Hard Rock Bands aktiv (unter anderem High’n Dry), bevor es ihn in den 90ern wieder in seine Heimat verschlug. Dort nahm er ein Pop Rock-Album auf mit dem er auf Tour ging, doch so richtig konnte er sich wohl nicht von Deutschland lösen und so zog es ihn kurz darauf wieder zurück nach Rheinland-Pfalz und seine Musik wurde auch wieder härter. Über die Jahre sammelten sich so einige Alben an, das Jüngste davon ist „Angels Fall„, welches 2011 das Licht der Welt erblickte.

Was Joe auf der Scheibe abliefert ist ordentlich rockender Heavy Metal mit Melodie und ordentlich Power. Die 11 Songs des Albums kommen auf stattliche 55 Minuten und werden doch nicht langweilig, denn der werte Herr legt viel Wert auf Abwechslung die er immer wieder zwischen die packenden Hooks, den soliden Groove und rockigen Riffs packt. Ein paar Effekte auf den Vocals hier, ein paar ausufernde Soli da und immer wieder kleinere Spielereien halten die sonst sehr klassische Scheibe frisch. Auch wird der packende 80er Metal durch eine solide Produktion etwas auf modern getrimmt ohne seinen klassischen Charme einzubüßen und vor allem die Vocals profitieren enorm von der Schönheitskur, denn die entpuppen sich als ziemlich stark. Sehr melodischer Klargesang trifft auf etwas höhere Schreie, hält sich aber meist im mittleren Tonbereich auf. Dafür kommt Joe mit viel Energie und viel Sinn für Melodien aus und schafft es mit seiner Stimme locker mitzureißen und lädt dabei immer wieder zu mitgröhlen ein, was die Songs sicher auch live zu ordentlichen Granaten werden lässt. Dazu passen dann auch die Instrumente, die mit ordentlich Schwung und Elan daher kommen. 80er Jahre Metal trifft auf 80er Jahre Hard Rock und kombiniert ordentlich groovende Drums mit feurigen Riffs, die mal melodisch ausfallen, mal stürmisch nach vorne preschen und mal…gar nicht da sind. Dann übernimmt die Ruhe das Kommando, nimmt die Energie raus und liefert fast schon Balladencharakter (siehe „Redemption„).

Ordentlich produziert und geschrieben merkt man dem mittlerweile fünften Solo-Album von Joe Mizzi die jahrzehntelange Erfahrung im Metal und härteren Rock genauso an wie die Tatsache, dass der Mann einfach das spielt was ihm am Herzen liegt. Klassisch, etwas modern und ehrlich von der Leber weg. „Angels Fall“ zeigt einen Rocker aus Malta, der immernoch ordentlich Energie und Bock hat. Und das hört man dem Album an. Gönnt euch.

Links:

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