Mightiest – SinisTerra

mightiest - sinisterra

Heute biete ich eine Bühne für eine Band, die irgendwie nie richtig groß wurde…und das völlig zu Unrecht! Wenn man den Namen Mightiest hörte, dann klingelte vielleicht beim versiertesten Untergrund-Kenner noch irgendwo etwas, aber mehr nicht…und das trotz „Demo des Monats“-Auszeichnungen etc pp. Noch dazu sollten sie durch ihr Mitwirken am doch ziemlich bekannten Ambient-Projekt Depressive Silence eigentlich irgendwie ein Begriff sein. Doch dieses Dümpeln in der Unterwelt dürfte 30 Jahre nach Bandgründung endlich ein Ende finden, denn 2016 erschien mit „SinisTerra“ das Debüt einer Band um die es 10 Jahre lang sehr ruhig war und zeigt die Freiburger Jungs in Bestform.

Wie der Phönix aus der Asche zeigt sich hier eine Band, die ihren Wurzeln, dem epischen Melodic Black, treu blieb und sich doch um Welten verbessert hat. Das fängt schon beim Sound an, der wuchtig, sehr druckvoll und voller Energie und Epik aus den Boxen rauscht. Bass und Drums drücken ordentlich nach vorne während sich die Gitarren und vor allem der Gesang im Vordergrund austoben. Musikalisch schwanken Mightiest immer wieder zwischen donnernd knüppelnden Black Metal-Keulen und episch-erhabenen Momenten hin und her, dabei durchweg mystisch und etwas okkult (fast schon Behemoth-ähnlich) und atmosphärisch ziemlich dicht. Tempo wird dabei nie wirklich rausgenommen und so heizt das Album mit rasenden Drums und furiosen Riffs voran während die Melo-Death-artigen Vocals versuchen Schritt zu halten. Dabei schafft es die Band trotzdem immer ziemlich melodisch zu bleiben, den Riffs Raum zu lassen um sich zu entfalten und auch Spielereien wie Hall, majestätische Keyboards und Spielfreude einzubauen und zu zeigen. Vom epischen Opener „Devour the Sun“ bis zum stellenweise ziemlich rabiaten „Soular Eclipse“ ist hier extrem viel auf extrem hohem Niveau geboten. 20 Jahre? Davon merkt man keine Spur, so frisch halten die Herren die 6 (7 auf der LP) Songs und packen so die ~51 Minuten komplett voll mit schön treibendem Melodic Black.

Wer Mightiest die letzten zwei Jahrzehnte gekonnt ignoriert hat, sollte schleunigst umdenken und dem Quartett unbedingt einen Platz im Plattenschrank freiräumen, denn was auf „SinisTerra“ zelebriert wird, macht von der ersten bis zu letzten Sekunde Spaß….und das nicht nur auf Platte, sondern auch auf den (als ich da war noch spärlich besuchten) Konzerten!

Links:

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