Loš Primjer – Malo sunca

front.ai

Heute bewegen wir uns mal wieder an den Rand der Metal-Welt und gehen dazu nach Kroatien. Dort treibt die Band Loš Primjer seit 1997 ihr Unwesen und veröffentlichte 2001 ein erstes Album. Das Album, das ich heute vorstellen möchte, wurde dann 2010 veröffentlicht und trägt den Titel „Malo sunca„.

Zu bieten hat die Scheibe ordentlich schweren Punk, der fast schon ins metallische rüberschielt und dabei mit ordentlich Elan nach vorne treibt. Dabei sind die 13 Songs ganz ordentlich produziert worden und bringt so ordentlich Wumms mit. Dabei verbinden die Jungs klassischen Punk mit ruppigen Übergängen und schön direkten aber melodischen Riffs mit ein paar Hardcore- und Metal-Anleihen durch die der Sound der Jungs um einiges härter, schwerer und kräftiger daher kommt und dem geneigten Metal-Fan auch zusagen dürfte. Das Songwriting ist dabei ziemlich interessant gehalten, bietet viel Abwechslung, einiges an Riffs- und Tempo-Wechseln und gibt allen Einflüssen genug Raum um eine Wirkung zu hinterlassen. Hier ein paar Soli, da galoppierende Riffs und dann doch wieder punkige Gitarrenläufe und sogar Ska-Einflüsse, alles passt zusammen und hier und da gehts sogar annähernd in Death Metal-ähnliche Härtegrade. Gesanglich liegt die Scheibe mit Ausnahme von ein paar Death-Growl-Ausflügen im Bereich von melodischem Klargesang, der auch mal zu punkig-„schiefem“ Gröhlen mutiert ohne wirklich Assi rüber zu kommen. Es hält sich stattdessen schön die Wage zwischen Aggression, Melodik und Rotzigkeit und genau das ist das Schöne an der Scheibe. Dazu sind die Texte teil in kroatischer, teils in englischer Sprache verfasst, aufgrund des starken Akzents hört man da allerdings rechts wenig Unterschied, aber macht ja nix, mitgröhlen kann man trotzdem und Spaß macht die ganze Platte sowieso.

Punkige Lockerheit trifft auf metallische Riffs und bringen so ein locker-leichtes aber gleichzeitig ordentlich nach vorne drückendes Album, dass durch seine verschiedenen Einflüsse aus beiden Welten ordentlich Spaß macht und abwechslungsreich bleibt. Dabei ist es egal in welche Richtung es die Jungs verschlägt, das Songwriting ist durchweg ziemlich saftig und auch die Vocals gehen gut ins Ohr, auch ohne Textkenntnis/-verständnis. Loš Primjer kriegen mit „Malo sunca“ eine eindeutige Empfehlung zum Anchecken!

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