Helevorn – Aamamata

helevorn - aamamata off

In 10 Tagen ist es soweit und Helevorn veröffentlichen ihr viertes Album, welches den Titel „Aamamata“ trägt und dessen Artwork die Altgriechische Prophetin Sibyl ziert. Gegründet 1999 kann die spanische Truppe auf stolze 19 Jahre Bandgeschichte blicken, in denen sich immer mal wieder etwas am Lineup verändert hat, bis 2010 das aktuelle und bislang beständigste Lineup zusammenfand. Davon ist immerhin die Hälfte bereits seit den Anfängen dabei.

Aber nun zum Album, denn das hat es tatsächlich in sich. Schwerer, stampfender Doom Metal trifft hier auf die zerbrechliche Düsterkeit und Melancholie des Gothic Metal und verbindet beide Welten zu einem ziemlich ausgewogenen, langsam aufbauenden und schwer aber nicht behäbig voranschreitenden Epos. Das geht bereits bei den Gitarren los, die ordentliche Riffs mit viel Sinn für Melodie zaubern während der Bass etwas Groove in die Sache bringt und geht dann über das richtig gute Drumming weiter, das meist eher dem Bass unter die Arme greift, hin und wieder etwas Tempo rausnimmt, aber auch immer mal wieder mit druckvollem Double Bass daher kommt und die meist eher langsamen Songs doch etwas nach vorne treiben kann. Das Ganze wird mit einem konstanten Keyboardteppich ausgekleidet, der meist düster und melancholisch ausfällt, immer mal wieder aber auch in elektronischere Gefilde abdriftet ohne aus dem Konzept zu fallen und hin und wieder auch etwas „kosmisches“ zu bieten hat. Alles in allem wird durch die Instrumente bereits ein ziemlich eindrucksvolles Album gezimmert, dass viele Facetten aufzuweisen hat, aber durchweg einem sehr emotionalen roten Faden zu folgen scheint. Dabei setzen sich die 9 Songs zu einem runden Ganzen zusammen in denen die Vocals eine tragende Rolle spielen, mal durch den Gesang, mal durch französische Spoken Words (männlich und weiblich). Gesanglich wird hier nämlich etliches geboten, wobei die erhabenen Klargesänge in verschiedenen Tonlagen das dominante Element darstellen und sehr viel Emotion in die Musik einfließen lassen, wohingegen die in den härteren Parts genutzten Growls ordentlich markerschütternd und kraftvoll aus den Boxen knallen und so dem ganzen Album mehr Härte mitgeben und das auf Dauer vielleicht etwas eintönige Gesinge doch ziemlich gut auflockern. Wobei auch der Klargesang schon abwechslungsreich genug ist um da Eintönigkeit über große Strecken zu verhindern. Aber so geht die gute Stunde des Albums schneller vorbei als sie angefangen hat und man bleibt mit offenem Mund und schwarz tropfenden Herzen zurück.

Helevorn melden sich zurück und WIE! Mit „Aamamata“ ist den Spaniern eine extrem gelungenes und facettenreiches Album gelungen, dass doomige Schwere mit Gothic-Düsterkeit und betörenden Gesängen kombiniert und sich damit ziemlich schwer auf die Brust setzt. Viel Emotion, viel Epik und Melancholie sorgen für eine Stunde Gänsehaut. Starke Scheibe.

Links:

Bandcamp    Facebook    Homepage    Metal-Archives    Myspace    SoundCloud    YouTube

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s