Draugûl – Plagueweaver

draugul plagueweaver

Mit „Plagueweaver“ gibt es nach 2 Jahren mal wieder neue Musik von Draugûl, einem Ein-Mann-Projekt, das zunächst auf Malta gestartet wurde, sich aber 2014 nach Schweden absetzte und seitdem in Skellefteå zu Hause ist. Musikalisch kann er auch schon auf eine recht lange Diskografie zurückblicken, die mittlerweile 4 Alben, eine Split und diese EP umfasst. Letztere wurde vor etwas mehr als einer Woche erst veröffentlicht und kommt mit seinen 4 Songs auf gut 20 Minuten Material.

Musikalisch geht es in epische nordische Gefilde mit einer Mischung aus Viking und Black Metal, die sich textlich vor allem mit Tolkien und (natürlich) Wikingern beschäftigt. Dabei erinnert das Ganze immer wieder mal an, klar, Bathory oder Falkenbach, geht dabei aber ziemlich episch und erhaben vor und bringt einen leicht modernen Hauch mit sich. Dabei sind die Riffs das wohl roheste der Scheibe, die mit kratziger, sägender Produktion daher kommen und sich so durch die Pampa pflügen während der Rest ziemlich melodisch und majestätisch durch die nordische Tundra wandern. Die Riffs sind natürlich auch allesamt ziemlich melodisch, liefern aber eben durch die rohe Produktion einen doch recht kantigen Unterton mit ab, der immer wieder durch growl-beeinflusse Screams unterstützt werden. Ansonsten liegt ein Hauptaugenmerk auf die sehr melancholischen und erhabenen Keyboards, die die richtige Atmosphäre heraufbeschwören, dabei durch Maultrommel und Flöten unterstützt werden und auch von den sehr melodischen, oft klaren Vocals Rückendeckung erhalten. Lediglich die Drums fallen negativ ins Gesicht, da sie doch recht banal und nachlässig daher kommen, an sich aber durch die recht zurückhaltende Produktion weniger ins Gewicht fallen. Im Vordergrund stehen dagegen die epischen Melodien und die ziemlich abwechslungsreich gehaltenen Vocals, die mal als sehr schöner Klargesang im Quorthon-Stil, mal als harsche Screams oder Growls daher kommen und sich manchmal sogar zu einem Duett hinreißen lassen. Sogar klassischem Metal entnommene Vocals sind hier und da zu vernehmen (Manowar lassen grüßen?) wodurch an der Mikro-Front einiges geboten wird. In Kombination mit den Instrumenten entsteht so ein epischer, sehr melodischer und folkig angehauchter Mix aus leicht angerohtem Black Metal und Hammerheart-artigem Viking Metal, der über seine 20 Minuten Spielzeit ordentlich Spaß macht. Da schmeckt der Met gleich doppelt gut.

Wer also epischen Viking Metal mit eine rohen Black Metal-Basis mag, der sollte sich die neue EP von Draugûl mal anhören, denn „Plagueweaver“ schlägt mit ganzer Wucht genau in diese Kerbe, bietet aber hier und da ein paar kleinere Überraschungen. Richtig schönes Teil.

Links:

Facebook    Metal-archives    Myspace    ReverbNation

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s