Naurrakar – Triumf jaderného věku

naurrakar - triumf

Heute widme ich mich mal wieder einer meiner Lieblingsbands aus dem osteuropäischen, genauer dem Tschechischen Raum, Naurrakar. Nachdem ich bereits die 2012er EP und das aktuelle Album vorgestellt habe, widme ich mich heute der 2015er EP „Triumf jaderného věku„, das mit einem herrlich giftigen, nuklearkriegsverseuchten Artwork daher kommt und damit auch gleich die Marschrichtung ordentlich illustriert.

Die vier Songs der EP kommen auf etwas mehr als 13 Minuten und so bildet die Scheibe ein eher kurzes Vergnügen, denn mit Längen zwischen 2 und 4 Minuten bleibt das Material gewohnt kompakt, zudem ist der letzte Song mehr ein Outro. Aber was geboten wird, das ist typisch Naurrakar: ein furioses Wechselspiel aus rasantem Black Metal in Marduk-Geschwindigkeit und sehr melodischen Segmenten, die oft das ganze Tempo wieder rausnehmen und sich stattdessen völlig auf Atmosphäre, Melodie und punkige Attitüde setzen. Mal hagelt es Blast Beats und ein Riff jagt das nächste und mal wirkt die Band fast in sich gekehrt, wenn sie beinahe schon komplexe Strukturen auffahren und so schwankt das ganze zwischen Melodic Black und irgendwas, das man schon als Black/Thrash betiteln könnte. Fast. Die Band versteht es einfach abwechslungsreiche Songs zu schreiben und dabei immernoch ziemlich roh und direkt zu klingen. Die Basis bildet dabei klassischer 90er Black Metal, der aber mit etlichen Facetten aufgefrischt wird und dem nuklearen Feuerwerk einen apokalyptisch-guten Soundtrack zu liefern. Dabei liefert die Band eigentlich nix neues, bringt es aber gekonnt zur Geltung. Als Bonus war zum Zeitpunkt der Aufnahmen der Sekhmet-Sänger Agares in der Band und liefert mit seinen punkig-rotzigen Screams genau die Richtige Kantigkeit um der Melodik etwas entgegenzuwirken. Ansonsten hat Ego BMK seine Bande voll im Griff und weiß einfach wie man ordentlichen Black Metal spannend hält.

Wer auf osteuropäischen Black Metal steht, der auch etwas punkig ausfallen kann und sowohl harsch als auch melodisch (wobei hier das melodische tatsächlich überwiegt), dem, lege ich auch diese Naurrakar-EP wärmstens ans Herz! Nuclear Warfare Now!

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