Nicrotek – Dream Fantasy

front 1

Nicrotek darf man wohl zurecht als fleißigste Band Indonesiens betiteln. Mit sage und schreibe 28 Alben in den letzten 5 Jahren plus mindestens genauso viele Splits kommt da einiges an Musik zusammen. Das Jüngste aus dieser Reihe hört auf den illustren Titel „Dream Fantasy“ und wartet mit einem ziemlich imposanten Cover Photo auf, das große Epen erwarten lässt und genau die bekommt man auch.

Nicrotek verbindet Ambient perfekt mit treibendem und ruppigen Atmospheric Black Metal der alten Schule und klingt so wie eine mit Keyboards „aufgepeppte“ Version von Burzum und Co. Verträumt und atemberaubend wird eine extrem dichte Stimmung heraufbeschworen, die verträumt, mystisch aber immer wieder auch bedrohlich, beklemmend und bedrückend wirkt. Mal arbeiten Synthies und Metal gegeneinander, meist jedoch verschmelzen sie zu einer Einheit in der die dichte Wand aus Riffs und treibenden Drums auch die Synths anheizen und zusammen mit selbigen eine Dichte Wand erzeugen aus der sich vereinzelte Melodien herauslösen um dem Treiben einen Hauch Melancholie oder Abwechslung mit auf den Weg zu geben. Dabei sind beide Aspekte des Bandsounds gleich beeindruckend. Die Keyboards liefern ein Repertoire ab, das von mystisch über klassisches Piano bis hin zu dichten Dungeon Synth-Teppichen und Ambient-Wällen reicht, immer wieder die Stimmung schwanken lässt und alles in allem frisch und lebendig wirkt. Demgegenüber steht der Atmospheric Black, der auf dichte Riffwände mit viel Aggression und Klaustrophobie setzt, dabei mal im Mid-Tempo, mal rasant zu Werke geht und auch an gequälten Schreien nicht geizt. Dabei bleibt immer ein Hauch Vernunft in der Musik ohne die die beiden Welten wohl nicht so gut vereinbar wären. So schafft es Mastermind Bobby Deathstars spielerisch die Albumlänge von einer Stunde packend, frisch und interessant zu halten. Als krönenden Abschluss gibt es noch drei Burzum-Songs im Ambient-Gewand, die allesamt ziemlich interessant daher kommen und so das Album noch etwas aufwerten.

Wer auf Black Metal ala Burzum abfährt, aber auch massig fantasievollen Ambient verkraftet, der sollte sich Nicrotek mal anhören, immerhin ist Bobby mit seiner Band und seinem Label wohl einer der Grundpfeiler des indonesischen Black Metals. „Dream Fantasy“ bringt genau das was einem versprochen wird.

Links:

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