Nordland – The Dead Stone

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Nachdem ich euch letztes(?) Jahr bereits das vierte Album von Nordland vorstellen durfte, konnte ich mir das Fünfte des Britischen Ein-Mann-Projektes nicht entgehen lassen. Dieses hört auf den Titel „The Dead Stones“ und bietet zum einen 6 Songs und zum anderen 15 Minuten mehr mit als sein Vorgänger. Ob das wohl Vor- oder Nachteil ist?

Musikalisch schlägt das Ganze wieder in eine etwas andere Kerbe, ist weniger Pagan-lastig als der Vorgänger, besitzt aber eine ähnliche Atmosphäre und kommt mit ziemlich ordentlicher Produktion daher, die Kraft mit Ausgewogenheit verbindet und so nichts zum meckern bereit hält. Statt auf nordische Folklore setzt Vorh diesmal aber auf ziemlich queren Black Metal, sperrig und doch ruhig. Bequem wirds dabei für den Hörer selten, wenn kakophone, dissonante Riffs einander jagen, immer wieder okkult werden um dann in rasante, direkte und harsche Salven überzugehen, aus denen immer wieder ein Melodie ins Freie dringt. Dadurch wird der zelebrierte Black Metal allerdings auch ein Stück schwerer und intensiver, baut eine ziemlich bedrückende, misanthrope Stimmung auf und lehnt sich auch immer wieder in Richtung Progressive, ohne wirklich progressiv zu sein. Dazu gesellen sich blastende Drums, die zudem ordentlich grooven und ein recht dominanter Bass, der einiges an Kraft und Energie in die Songs bringt. Und in dieses ungemütliche Stück Musik schleichen sich große Momente wie „Leave My Body to the Crows“ or „Throw My Ashes to the Wind„, die zum einen noch etwas verschrobener sind als der Rest, gleichzeitig aber auch die einprägsamsten (und vielleicht „epischsten“) Momente beinhalten und so die Zweischneidigkeit des Albums gut zusammenfassen. Man muss sich nur darauf einlassen.

Nordland wechselt erneut sein Gesicht und liefert mit „The Dead Stones“ erneut ein ziemlich starkes, wenn auch nicht leicht zu durchdringendes Album, dass es mir durch seine Verschrobenheit angetan hat. Es passt einfach zu den Songs, dass man es etwas wilder, querer und schräger zugehen lässt und Vorh schafft das ohne dass es klingt als wäre ein Stümper am Werk gewesen, sondern setzt es bewusst ein. Interessante Scheibe.

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