Thormesis – Trümmerfarben

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Heute bewegen wir uns mal in heimischen Gefilden, das habe ich schon länger nicht gemacht….glaub ich. Mit Thormesis gibt es dabei gleich eine ziemlich konstante Band, die schon seit 2006 ihr Unwesen in der deutschen Pagan-Szene treibt und seit damals konstant alle 2 Jahre (mit einer Ausnahme) ein Album raushauen. Bei Bandgründung gerade so schon Teenies, wurde mit den Jahren nicht nur die Musik reifer, denn nachdem ich jahrelang nur das Album „Vergangene Asche“ (2010) kannte, war ich über den Qualitätsstprung, den „Trümmerfarben“ 2017 hingelegt hat, mächtig überrascht.

Musikalisch bewegt sich die Band wie gewohnt in der Schnittmenge zwischen Pagan und Black Metal und lässt dabei nichts anbrennen. Bereits der erste Song (nach dem Intro), welcher gleichzeitig der Titeltrack des Albums ist, macht deutlich, die Band hat mächtig dazugelernt. So präsentieren die Bayern epische Melodien mit melancholische Kälte und donnernde Härte und groovenden Nackenanimatoren. Dabei haftet dem ganzen die Black Metal-typische Garstigkeit und Ruppigkeit an, während schön melodisches Riffing heidnisches Feeling aufkommen lässt und Gesang zwischen melodischen Screams und erhabenem Klargesang schwankend gekonnt Pagan-Kitsch-Lyrics umschiffen. Auch musikalisch bewegt man sich dabei ziemlich weit weg vom Einheitsbrei und serviert rockige Nummern, die trotz der Black Metal-Basis locker leicht ins Ohr und in den Nacken gehen. Das hält das Material natürlich frisch, jung und spannend, genauso wie die unterschiedlichen Einflüsse, die die Jungs einfließen lassen. Während „Lodernd Flammen“ noch ein Stück rockiger und groovender als der Rest daher kommt, wird mit „Im Herbst trugen sie mich fort“ die etwas melancholischere und sich langsamer aufbauende Black Metal-Schiene gefahren, natürlich ohne den hymnischen Charakter ganz aus den Augen zu verlieren…und diese Chöre!

Thormesis mixen gekonnt blast beat-lastigen Black Metal mit epischem Pagan Metal und rhythmischem Rock zu einem leichten, aber nichtsdestotrotz sehr packenden, energie- und geschwindigkeitsreichem Pagan Black-Brocken, der Szene-Klischees gekonnt umschifft und so ein wenig frischen Wind in die deutsche Heidenlandschaft bringt. „Trümmerfarben“ ist aktuell wohl der Höhepunkt des musikalischen Schaffens der Band (wenn sie sich linear entwickelt haben) und nach der Granate bin ich sehr gespannt auf das Album, das dieses Jahr erscheinen wird! Album Nr. 6, wir kommen!

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