Chaos over Cosmos – The Unknown Voyage

cover

Mit Chaos over Cosmos habe ich heute die Ehre ein ziemlich interessantes Duo vorzustellen. Mit einem Musiker aus Polen und einem aus Spanien bleiben wir dabei allerdings auf dem europäischen Festland. 2015 gegründet ging die Band im Herbst 2017 ins Studio um sein erstes Album aufzunehmen: „The Unknown Voyage„.

Gerade einmal 5 Songs sind auf der Scheibe, aber wenn man dann liest, dass (mit Ausnahme des Intros und des abschließenden Instrumentals „The Sky Remembered My Name„) alle Songs die 10 Minuten-Marke hinter sich lassen, dann erklärt sich auch wie es das Album auf gut 48 Minuten Musik kommt. Damit kann man sich auch fast denken, dass man es nicht unbedingt mit leichter Kost zu tun bekommt, aber das stimmt nur teilweise. Während das Album auf komplexe Strukturen, ausufernde Songs und ein durchdachtes Konzept Wert legt, bleibt es doch erstaunlich eingängig, leicht zugänglich und leichtfüßig. So bewegt sich das Material zwischen atmosphärischem, progressiven und zwischen Rock und Metal-schwankenden Momenten und epischem, direktem und majestätischem Power Metal, der auch ohne Keyboards ziemlich gut mitreißt. Riffs mit interessanten Kniffen und Twists treffen auf melodische Brecher und kraftvollen Klargesang, dazu geben treibende Drums einen ziemlich ordentlichen Speed an. Immer wieder wird mit verhallten Spoken Words, rockigen Momenten und ruhigeren Segmenten Abwechslung geschaffen und so Stück für Stück die Geschichte des Albums erzählt, die sich sowohl an Science-Fiction als auch Videospielen orientiert und so wundert es nicht, dass sich auch die Musik leicht futuristisch zeigt, ein bisschen zumindest. Es gibt keine Electro-Breitseite, aber neben einigen Melodien, die mich an das Intro der experimentellen Anime-Serie „Serial Experiments: Lain“ erinnern, erinnern die sporadisch eingesetzten Synths doch immer mal wieder an die Hintergrundmusik eines vorbeifliegenden Film-Raumschiffs. Trotz der Ruhe, die das Album ausstrahl, gibt es einiges an Energie und Volumen auf die Ohren, wodurch die fast 50 Minuten durchweg ziemlich spannend und interessant gestaltet werden. So lässt sich genießen.

Interessanter Mix aus Prog Rock-Elementen im Power Metal-Gewand, der Ruhe ausstrahlt und Kraft in sich birgt, dazu leichte Einflüsse von Sci-Fi, die sich nicht nur in den Lyrics wiederspiegeln und fertig ist der Lack. „The Unknown Voyage“ zeigt eine junge Band von der man durchaus in den nächsten Jahren mehr erwarten darf! Merkt euch also Chaos over Cosmos und schenkt der Scheibe die ein oder andere!

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