Klymt / L’Orchidée Cosmique – Split

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Ein Split habe ich schon lange nicht mehr behandelt…ist irgendwie nicht ganz mein Ding. Aber wenn das französische Coldwave-Geschwader Klymt sowas raushaut und dann auch noch auf meinem Lieblingslabel, dann kann ich da nicht nein sagen! So kommt es, dass die Franzosen sich mit dem ebenfalls französischen Ein-Mann-Projekt L’Orchidée Cosmique zusammengetan haben und zusammen fast 30 Minuten Musik zelebrieren.

Den Anfang machen Klymt mit ihrem Coldwave, der diesmal deutlich elektronischen ausfällt. Die punkig-lockeren Gitarren sind fast völlig verschwunden und auch die Vocals kommen weniger „rotzig“ daher, dafür übernehmen interessante Synths den freigewordenen Platz und melodisch, fast avantgardistischer Gesang dominiert das Gesangsbild. Das Ganze mutet manchmal etwas wie Dungeon Synth an, wandelt sich aber doch sehr schnell zu einem wilden Mix aus Elektronik, Industrial und space-igen Anleihen, die der kühlen, rhythmischen Musik noch etwas außerweltliches mitgeben. Dabei wird das Ganze ziemlich abwechlsungsreich gestaltet, mal mehr auf Melodien, mal mehr auf Atmosphäre und mal mehr auf Energie gesetzt. Die Gitarren fehlen mir aber schon etwas. Nichtsdestotrotz schaffen es die Franzosen einen interessanten Genre-Mix zu präsentieren, der über mehrere Durchläufe spannend bleibt.

Ganz anders L’Orchidée Cosmique und dabei hat es doch so vielversprechend angefangen, immerhin beginnt ihr Part mit dem zielich ordentlich fuzzigen Space-Rocker „Fuzz Rocket“ (passender Name…), der instrumental und nur mit einigen Samples verfeinert ordentlich groovt. Hier und da ein paar Sci-fi-Synths um dem ganzen den typisch außerirdischen Touch zu geben und fertig ist eine solide Rock-Nummer, die locker-leicht ins Ohr geht. Der zweite Song dagegen erschließt sich mir irgendwie nicht so ganz, immerhin besteht er aus fast 8 Minuten durchgehendem Gitarren-Fading und einem Synth-Ton obendrauf. Im Hintergrund geben sich zwar einige langatmige Melodien und Akkorde Mühe das Ganze irgendwie spannend zu halten, aber spätestens ab der Hälfte will man nur noch dass es aufhört. Zugegeben, das was im Hintergrund läuft hätte durchaus interessant werden können, aber so wird die Chance leider vertan, denn der Funke will nicht überspringen.

Nach dem Hören bleibe ich also mit etwas gemischten Gefühlen zurück, das gehörte weiß zwar überwiegend zu überzeugen, doch schwächelt der Space Rock von L’Orchidée Cosmique an einigen Stellen wodurch sich Klymt (vielleicht bin ich auch voreingenommen?) mit ihren 4 Songs die stärkere Hälfte abliefern. Im Großen und Ganzen aber doch ziemlich gut 😉

(Samples von den letzten Alben der Künstler)

Links:

Klymt: Bandcamp    Facebook    Homepage    ReverbNation    Soundcloud    Twitter

L’Orchidée Cosmique: Bandcamp    Facebook    Homepage    Youtube

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