A Thousand Sufferings – Bleakness

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Die heutige Band habe ich glaube ich schon bei ihrem Debüt hier vorgestellt. Heute gebührt mir die Ehre euch das neue Album von A Thousand Sufferings zu präsentieren, welches 2018 unter dem Titel „Bleakness“ veröffentlicht wurde. Die Belgier gründeten sich 2013 in Antwerpen und veröffentlichten bislang 2 Alben und eine Split mit den ebenfalls aus Belgien stammenden Death/Doomern Marche Funèbre.

Auf dem neuen Machwerk bauen die Jungs zum einen ihren Sound weiter aus und verändern ihn zum Teil doch merklich. An die Stelle von klassischem Black/Doom tritt immer häufiger ein dichter, sludge-angehauchter Wall aus dreckigen Riffs, die sich langsam aus den Lautsprechern quälen und den Raum mit bedrückender Stimmung füllen. Auch leichte Stoner-Anwandlungen lassen sich hin und wieder erkennen, was dem ganzen auch gerne mal eine ziemlich psychedelische Note verleiht. Immer wieder drängt sich auch klassischer Black Metal in den Vordergrund, was man aber auch schon vom Debüt so gewohnt ist. Als Ausgleich wird dafür öfters Tempo rausgenommen und ein paar depressiv anmutende, manchmal Stoner-mäßig staubige, ruhige Momente eingestreut, in denen die gequälten Screams und das verhallte Keifen besonders zur Geltung kommen. So gelingt es der Band eine ziemlich gute Balance zwischen Ruhe, Atmosphäre, Gewaltigkeit und Aggression zu schaffen, dass in sich doch ziemlich rund ist. Die Vocals reihen sich in das dicht gewobene Netz gut ein und liefern mit Hardcore-beeinflussten, verhallten Schreien, die immer mal wieder mehr gequält denn energiegeladen daher kommen ein emotional packendes Spektakel, das von den Instrumenten sehr passend umrahmt und untermauert wird. Hier wird schön dreckiger, atmosphärischer und dichter Black/Doom zelebriert, der oft langsam aber nie ohne Kraft aus den Lautsprechern dröhnt und den ganzen Raum für sich beansprucht und schwer auf dem Herzen liegt ohne sich zu stark aufzudrängen. Dabei gelingt es vor allem den längeren Songs wie „Antagonist“ und „Temple“ den Hörer vollends zu vereinnahmen, während das abschließende „Faces“ sogar ziemlich ordentlich groovt, was zwar etwas aus der Reihe fällt, aber weniger ausreißt als gedacht. Bleibt zu sagen, dass sich die 40 Minuten der Scheibe deutlich kürzer anfühlen als sie sind und man derart gepackt wird, dass man fast nicht merkt, dass es schon zum dritten Mal neu los geht.

Wer dicht gewobenen, dreckigen, kratzenden und dichten Black/Doom mag, der sollte sich das neue Album von A Thousand Sufferings anhören, denn „Bleakness“ hält was der Bandname verspricht. Ein dichtes Zusammenspiel aus ruppiger Produktion, dichten Gitarrenwänden und verhalltem Schreien, dass langsam und schwer aus den Boxen rauscht und dabei mit einigen Black Metal-Parts sowie ruhigen Momenten etwas Abwechslung bereit hält.

Links:

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