Marche Funèbre – Death Wish Woman

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Auf ins Heimatland der Pommes Frites, Belgien und zu den Antwerpenern von Marche Funèbre, die im Oktober 2018 ihre neuste EP vorgestellt haben. Dabei kann die 2008 gegründete Formation, deren Mitglieder man unter anderem von Soul Dissolution oder Axamenta kennen könnte, auf bereits 3 Alben, 2 Splits und eine weitere EP zurückblicken. Mit „Death Wish Woman“ setzen sie nun dort an wo sie aufgehört haben.

Mit seinen vier Songs, von denen sich eines als Paradise Lost-Cover entpuppt, kommt die Scheibe trotzdem auf eine knappe halbe Stunde Musik. Hauptverantwortlich hierfür zeichnet sich der fast 13-Minütige Track „A Departing Guest„. Musikalisch bietet die Scheibe eine ordentliche Mischung aus hauptsächlich Death und Doom, der gelegentlich etwas angeschwärzt wird. Sofort fällt einem die bombig fette Produktion auf, die der EP die nötige Energie und Schwere mit auf den Weg gibt ohne die leichteren Momente zu unterdrücken. Die Instrumente haben viel Spielraum für sich und auch der Gesang kommt nicht zu kurz, alles in allem ein runder Mix, der der abwechslungsreichen Musik sehr entgegen kommt. Wie bereits erwähnt gibt es hier Death/Doom auf die Lauscher, der mal klassischer nach Doom, mal mehr nach Death und mal nach einem Mix ala Paradise Lost und Konsorten erinnert. Donnernde Death Metal-Riffs und tiefe, heisere Growls treffen auf schwere Brocken und träge Schwere, die immer wieder ziemlich schöne Klargesänge parat hält. Dabei wirkt das Album trotz der immer präsenten Schwere durch interessantes Riffing und Melodien erstaunlich locker. Vor allem der Epos „A Departing Guest“ vereint so ziemlich alles in sich was die Band auf der EP zu bieten hat. Ja, auch das leicht angeschwärzte mit gequälten Schreien, die zugegeben fast nie zum Einsatz kommen, und ein paar dem Black Metal entliehene Riffs und der gelegentlich ruppige, kratzige Gitarrensound der mit selbigen einher geht. Dazu gibt es im Titeltrack ein paar Blues Rock/Classic Doom-Momente, die sich erstaunlich gut in den Gesamtsound einbetten. Auch das Paradise Lost-Cover zum Abschluss der Scheibe klingt rund und überzeugt auf ganzer Linie, denn die Band schafft es der rockigen Nummer einen eigenen Stempel aufzudrücken.

Insgesamt liefern die Belgier also eine stimmige EP ab, die Freunden des Death Dooms sicher zusagen dürfte. „Death Wish Woman“ bietet hierbei die komplette Palette des Genres, indem es mal mehr Richtung Doom, mal Richtung Death geht, hier etwas angeschwärzt wird, da etwas classic Doom und Rock zulässt und dabei doch in sich rund durchläuft. Marche Funèbre gehen ihren Weg, wer möchte mitkommen?

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