Immorior – Ciel Noir

Immorior - Ciel Noir

Die heutige Band habe ich vor einigen Jahren bereits vorgestellt. Damals war gerade ihr Debüt-Album erschienen und auch diesmal melde ich mich mit brandaktuellem Material der Saarländer zurück, denn mit „Ciel Noir“ steht die neuste EP von Immorior ins Haus, die Ende März erscheinen wird. Nach 5 Jahren erscheint also ein neues Werk der beiden Tausendsassa Nordmann und Sarghas unter dem Immorior-Banner. Wurde auch mal Zeit!

Fünf neue Songs haben die Herren im Gepäck, die im Vergleich zum Vorgänger weniger mystisch, verträumt und verspielt ausfallen, sondern kompakter und dichter. Produktionstechnisch zeigt sich das Duo gewohnt hochwertig und wie immer wurde das Ganze von Nordmann produziert. Dementsprechend zeigen sich die Songs in klarem Sound, kühl mit für Post-Black typischem „wärmendem Gefühl“ und jedes Instrument lässt sich deutlich im Mix ausmachen. Musikalisch geht die EP wie erwähnt in eine neue Richtung, weg vom naturmystischen, warmen Vorgänger hin zu einem kühlen, düsteren, ja fast schon depressiven Post-Black-Sound, der jedoch seine immernoch vorhandene melancholische Ader nicht verstecken kann. Weg ist das Kraftvolle, Erhabene, stattdessen dominieren zerbrechliche Arrangements, Ruhe und sanftere Töne. Natürlich gibt es noch Keifen und Schreien, aber das wird verpackt in vielen Akustikparts und eher sanftem, sich ruhig und gemächlich vorwärts treiben lassenden Post-Black. Die Jungs zeigen sich experimentierfreudig, denn viele der metal-losen Parts erinnern (nicht zuletzt wegen des leicht verhallten, tiefen Klargesangs) etwas an Cold Wave oder Gothic/Doom-Geschichten. Man kann natürlich auch Parallelen zu den ruhigen Momenten eines DSBM-Songs ziehen, das wird aber der Musik nicht wirklich gerecht, dafür ist die Qualität zu hoch, der Variation zu viel und die Atmosphäre mehr verspielt, nachdenklich und in sich gekehrt.

Immorior zeigen sich in überraschend anderem Gewand, von der einstigen Naturverbundenheit ist wenig zu spüren und auch das Gesamtbild ist deutlich düsterer und ruhiger geworden. Metal wird da fast selten und macht Platz für ausgedehnte „Jam-Segmente“ und ruhige Gitarrenläufe, die dem düsteren und kühlen, gelegentlich an Gothic und Doom angelehnte Sound der Band eine Leichtigkeit mit unterschiebt, die der atmosphärischen Dichte jedoch keinen Abbruch tut. Definitiv eine interessante Scheibe!

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