Naurrakar – Epilog lidstva

Naurrakar - Epilog lidstva

Heute mal wieder was von meiner tschechischen Lieblingskapelle: Naurrakar. Die seit 2007 aktiven Prager legten 2013 mit „Epilog lidstva“ ihr erstes Album vor auf welchem die Heeren um Ego Blackmetalkrieger bereits ihren Sound gefunden zu haben scheinen. Der wurde dann auf den späteren Veröffentlichungen nur noch weiter verfeinert.

Ohne Intro geht es gleich voll zur Sache und die Tschechen heizen mit ihrem furiosen Black Metal-Spektakel ohne Pausen und Rücksicht auf Verluste brachial nach vorne. Rasanter Black Metal trifft bei den Jungs auf groovend-punkige Segmente und wird so zu einer rotzigen, ruppigen Suppe die nichtsdestotrotz ziemlich eingängig daher kommt. Was die Jungs hier fabrizieren ist düster, grimmig, frostig und aggressiv, passt also zu den Lyrics über Misanthropie, Nuklearkriege und Hass. Aber nicht nur atmosphärisch ist das gezeigt drückend und intensiv, auch am spielerischen Können hapert es nicht, denn sowohl Ego BMK als auch seine Mitstreiter beherrschen ihre Instrumente und heizen einen Blast Beat, ein frostiges Riff und groovende Bassspuren nach der nächsten raus, das ganze mal in hohem Tempo, mal etwas gediegener, aber immer präzise, sägend und scharf vor den Latz, dass es eine wahre Freude ist. Durch die dreckige, selbstgemachte Produktion klingt das ganze sogar noch etwas ruppiger und kühler und auch die Vocals stehen dem in nichts nach. Leicht blechern keifen sich frostige Stimmen durch diesen Hassbatzen und schneiden mit ihren Versen schneisen in die post-apokalyptische Welt der Band und rundet so das Werk ab. Hier und da liefert die Band dann doch etwas Abwechslung und präsentiert beispielsweise etwas Klargesang („Zhmotnit tmu (In Conspiracy with Storm)“ oder richtig düstere, fast schon depressive Momente („Zaklinani„), wodurch das Album auch auf Dauer spannend bleibt.

Wer rotzigen, straighten Black Metal mit dem Hauch Punk will, der stürmisch nach vorne geht und mit schneidenden aber Spielfreude zeigenden Riffs will, der ist bei Naurrakar nie verkehrt, denn die zelebrieren das seit über 10 Jahren und „Epilog lidstva“ bietet da keine Ausnahme. Ein richtig schönes Punk Black-Brett!

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