Gloomy Grim – Obscure Metamorphosis

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Heute geht es mal wieder zum meinen Finnischen „Bekannten“ von Gloomy Grim. Bekannt deshalb, weil ich bereits ihr 2016er Album „The Age of Aquarius“ vorstellen durfte (wollte!). Jetzte meldet sich das bereits 1995 gegründete Projekt um Agathon mit 2 neuen Mannen und einer neuen EP zurück, die auf den Titel „Obscure Metamorphosis“ hört und den musikalischen Weg der Truppe konsequent weitergeht.

Dieser Weg, den die Truppe bestreitet, nennt sich okkulter und aggressiver Symphonic Black Metal. Mit kraftvoller Produktion kommt das erhabene, symphonische der Musik gut zur Geltung, gleichzeitig ist es ruppig genug um den dreckigen Finnischen Black Metal genug Platz zu geben seinen räudigen Charme zu entfalten. Dabei enthält die EP vier Stücke, die gemeinsam auf gut 14 Minuten kommen und damit nur ein recht kurzes Schauspiel dieser Verbindung zeigen, was die EP aber nicht abwertet. Immerhin ist doch alles vorhanden, was auch die Alben der Band gut macht. Grimmiger und oft aggressiver Black Metal trifft auf dichte, düstere symphonische Elemente, oft wird das Tempo gedrosselt und eine was doomig drückende Atmosphäre geschaffen und Blast Beats wechseln sich mit groovigen Sektionen, bei denen etwas der Einfluss von Barathrum durchschimmert, bei denen Agathon ein paar Jahre lang aktiv war. Die Gitarren weisen zusätzlich einen leichten Industrial-Einschlag, der dem sägenden Treiben eine Kühle mit auf den Weg gibt und die ganze EP etwas verquärer daher kommen lässt ohne stark aufzufallen. Durch diese ganzen mal deutlich zu spürenden, mal nur als Hintergrundgedanke zu erahnenden Einflüsse hält sich die EP ziemlich abwechslungsreich und interessant und zeigt eine Band, die sich vor ihren Landsmännern nicht zu verstecken braucht. Und da machen auch die Vocals keine Ausnahme, die zwischen tiefem, mächtigem Brummen, frostig-scharfen Schreien und gelegentlichen Cradle of Filth-Schreien hin und her wandert und so ziemlich alles abdeckt was man so dazwischen noch finden kann. Dabei überzeugen sowohl das Keifen als auch die Growls und runden die Musik damit sehr gut ab.

Wer finnischen Black Metal irgendwo zwischen Barathrum und Okkultismus mag, dabei auf Keyboards steht, die düster statt kitschig sind, der wird mit Gloomy Grim ein weiteres Mal gut bedient, denn die Jungs liefern ein drückendes Brett ab, das sowohl aggressiv als auch behäbig atmosphärisch sein kann. Und das alles in weniger als 15 Minuten. „Obscure Metamorphosis“ ist abwechslungsreich und sehr schön gemacht. Also anhören.

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