Deathtale – Whole World Burns

Cover-Whole World Burns

Die heutige Band stammt aus dem sonnigen Wien und versorgt Österreich seit 2009 mit knackigem Metal, den die 4 Jungs auf bereits 3 Langspieler gepresst haben. In der Vergangenheit schon einige Lineup-Wechsel hinter sich gebracht, bildet „Whole World Burns“ das erste Deathtale-Album mit neuem Sänger und Gitarristen. Damit ist die Truppe bereits beim 4. Mann am Mikro angelangt, das muss man auch erstmal schaffen.

Trotz der vielen Mitglieder-Wechsel halten die beiden verbleibenden Gründungsmitglieder (Drummer und Bassist) der Bandsound weitestgehend konsistent, wenn auch um einige Elemente zum Debüt erweitert. Während auf „Apocalyptic Deadline“ noch überwiegend geradliniger Death/Thrash runtergezockt wurde, erweiterte man das auf dem zweiten Album „Whole World Burns“ durch einige Hard Rock-Einflüsse und eine fette Portion stampfenden Grooves. Dadurch wird das Ganze natürlich abwechslungsreicher, gleichzeitig auch etwas massentauglicher. Stampfende Rhythmen und donnernde Drums treffen auf treibende, kraftvolle Riffs, Double Bass auf ruhigere Momente, Mosh-Parts auf kurze Interludes und rumpelnder Death/Thrash auf mitsingbare Refrains. Insgesamt also eine ziemlich bunte Mischung voller Energie und Spielfreude. Natürlich klingt das ziemlich modern und Old-School Deather dürften sich etwas schwer tun, aber die Jungs verstehen ihr Handwerk und so machen die 12 Songs (bzw 51 Minuten) ordentlich Spaß, bringen Bewegung in den Nacken und sorgen im Refrain auch gleich für eine ordentliche Stimmband-Auslastung. Immer wieder wird mit einem kleinen Solo das Tempo und die Aggression rausgenommen, nur um kurz danach wieder thrashig nach vorne zu preschen oder einen donnernden Groove Metal-Saitenhieb rauszupfeffern. Dazu mischen sich die grimmigen, leicht mit Hardcore-Einflüssen spielenden Growls vom neuen Mann am Mikro, der zum einen viel Aggression aber auch eine leichte Fuck-Off-Attitüde mit einfließen lässt. Das Ganze wird dann beispielsweise in „Everything Changes“ mit ein paar Hard Rock-Salven aufgepeppt, sonder wird bisweilen schon etwas nachdenklich und melodisch. Langeweile kommt also keine auf und so weit vom Bandsound entfernt sich die Band trotzdem nicht weit genug um alles zu versauen. Will heißen, die Scheibe bringt einiges an Abwechslung mit sich, bindet das aber organisch mit sinnigen Übergängen ein und lässt das Album so zu Glück zu einem Runden Ende kommen. Zum Album-Ausklang gibt es den Song „From Hell“ einfach nochmal, diesmal allerdings mit deutschen Lyrics, was im Bandkontext doch leicht befremdlich wirkt. Trotzdem gut gemacht!

Wer also Bock hat auf modernen Death/Thrash/Groove mit der vollen Breitseite an dicke-Eier-Rhythmen, kraftvoll treibenden Riffs, spannenden Soli und Nackenbrechern, der darf bei Deathtale getrost einmal reinhören! „Whole World Burns“ hält dabei viele Überraschungen bereit und dürfte daher nicht so schnell langweilig werden.

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