Darkend – The Canticle of Shadows

Darkend-Cover

Mit Darkend folgt nun die dritte Band mit „D“ in Folge. Auch mal was neues, aber die Jungs habens verdient hier zu sein. Seit 2006 sind die Italiener nun schon mit ihrem „Extreme Ritual Metal“ unterwegs und haben in der Zeit eine Granate nach der anderen losgelassen. Die Jüngste der Veröffentlichungen erfolgte 2016 mit dem Album „The Canticle of Shadows„, welches (wenn man das gut ein-stündige „Demo“ mitzählt) das vierte Album der Truppe darstellt.

Die Scheibe folgt vom Aufbau her den Vorgängern, kommt also auf gut eine Stunde Musik, diesmal in Form von 8 dichten und epischen Tracks, die der Eigenbezeichnung der Band alle Ehre erweisen. Bereits beim Opener gibt es die volle Breitseite brachialen Black Metals mit fiesen Riffsalven, Blast Beast und hoher Geschwindigkeit, die gepaart wird mit dichten, bisweilen okkulten Keyboardlinien, zu denen es dann gelegentlich auch mal etwas ruhiger zugeht. So schwankt das Album immer wieder zwischen rabiatem, stur nach vorne peitschendem Black Metal mit Symphonic-Touch und atmosphärischen, dichten und etwas ruhigeren Segmenten, in denen das Okkulte, Rituelle der Musik verdichtet wird, dazu gelegentlich kurze Akustik-Parts und Samples. Alles in allem erinnert das Ganze stark an das was Carach Angren so fabrizieren, nur vielleicht nicht ganz so durchgetaktet und poliert. Darkend haben hier und da ein paar Holpersteine im Sound, die allerdings mehr positiv als negativ auffallen und im Gesamtsound eigentlich gar nicht auffallen. Und natürlich darf hier und da das Saxophon nicht fehlen, was wäre auch ein Black Metal-Album ohne Saxophon? Spaß beiseite, die Jungs liefern schon ein ordentliches Bisschen Abwechslung mit dem sie ihren dichten, epischen, symphonischen Reigen zumindest ein klein wenig auflockern und der ernsten, atmosphärischen Stimmung ein paar Überraschungen beizumengen. Auf dieses Zusammenspiel aus kalten, schnellen Riffs, treibenden Drums und natürlich den epischen Orchestrationen setzen sich nahtlos die Vocals, die mal als erhabener Chor, meist aber in kühl, leicht heiseren Screams seine philosophischen und spirituellen Botschaften durch die Nacht keift. Nahtlos fügt es sich in die Musik und passt sich den jeweiligen Stimmungen an, so dass die Scheibe zu einem dichten, fesselnden und ziemlich spannenden Monster wird, dass seine Stunde voll und ganz ausfüllt ohne auch nur den Hauch von Langeweile zuzulassen.

Aggressiver und schneller Black Metal treffen hier auf filigrane Orchestrationen und verspielte Einflüsse aus verschiedenen Richtungen, durch die „The Canticle of Shadows“ von Darkend zu einem extrem starken Album machen und dessen Konstanz in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht einen Kauf eigentlich unumgänglich machen, denn was die Jungs hier in einer Stunde runterreißen, ist einfach bockstark, intensiv und düster. Ich hoffe von der Band kommt noch so einiges.

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