Delfinia – Deep Elevation

DELFINIA - Deep Elevation

Wir waren schon lange nicht mehr in Osteuropa unterwegs und genau deswegen dreht sich der heutige Beitrag um das Ukrainische Duo Delfinia und ihr Debüt-Album „Deep Elevation„, das sie im Januar veröffentlichten. Unterstützt wurden die beiden von zahlreichen Gastmusikern, welche sich um die Saitenfraktionen kümmerten.

11 Songs finden sich auf der Scheibe und füllen etwas mehr als 50 Minuten mit melodischem Power Metal der alten Schule, also nichts mit Kitsch a la Sabaton, Powerwolf und Konsorten, sondern eher Richtung Stratovarius oder Hammerfall. Kraftvolle Riffs und solides Mid-Tempo-Drumming sorgt für eine kraftvolle Grundlage auf der sich schnell ein orchestraler Keyboard-Teil legt und das Ganze aufpeppt. Dabei gestalten sich diese nicht sonderlich dominant, sondern belassen das Hauptaugenmerk auf melodischem Riffing und dem großartigen Klargesang von Laars und epischen Chören. Die Keyboard-Arrangements füllen dagegen hauptsächlich die Lücken im Mittelfeld mit orchestralen und moderneren Elementen. Stattdessen dominieren melodische Gitarren, kraftvolle Riffs und interessante, fast progressive Soli das Gesamtbild und sorgen für ein energetisches und packendes Gesamtbild in dem alles wie Zahnräder ineinander greift. Alles in allem klingt der Mix nach melodischem Power Metal der 90er, weiß aber auch Einflüsse von Bands wie Avantasia gekonnt einzusetzen und in ein eigenes Image umzuwandeln. Darauf bauen auch die Vocals auf, die mit kraftvollem Klargesang aufwarten, der immer wieder durch Chöre und Hall verstärkt wird und dem ganzen so zu noch mehr Epik und Energie verhilft. Zudem liefert es mit einigen ruhigeren Passagen einen erzählerischen Charakter und die Keyboards unterstützen das noch weiter. Obendrauf gibt es immer wieder eine Auflockerung durch weiblichen Gesang von Laarsens Gegenpart. Dadurch entsteht ein roter Faden, der sich durch das Album zieht und es so zu einem stimmigen Gesamtwerk werden lässt, das keinen Vergleich mit den Genregrößen scheuen muss, auch wenn man aus Kostengründen programmierte Drums nutzte. Aber ganz ehrlich? Solange es gut gemacht ist, ist das auch egal.

Wer klassischen, europäischen Power Metal mag und dabei auch einer erzählerischen, konzeptionellen Herangehensweise nicht abgeneigt ist, der wird mit dem Delfinia-Debüt „Deep Elevation“ mehr als glücklich werden, denn was die beiden Ukrainer mit der Hilfe einiger Gastmusiker hier auf die Beine gestellt haben ist ein extrem starkes Werk mit viel Energie, Kraft und packenden Gitarren- und Gesangsleistungen, die gelegentlich etwas komplexer ausfallen. Absolut hörenswert!

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