Devil Gone Public – Smokehound

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Heute begeben wir uns ins sonnige Florida, wo sich eine vierköpfige Band dem staubig-groovigen Wüstensound verschrieben hat. Devil Gone Public nennt sich die Truppe, bzw. nannte sich die Truppe, denn im Dezember 2017 entschied man sich dazu nach einigen thematischen und musikalischen Entwicklungen dazu, sich in Fiends umzubenennen. So bleibt das 2016 erschienene „Smokehound“ wohl das einzige Album unter dem alten Bandnamen, dem zwei EPs vorangingen. Auch ist es nicht der erste Namenswechsel in der Bandgeschichte, denn bereits 2014 trennte man sich vom alten Namen Dressed To Kill um sich als Devil Gone Public ans Aufnehmen von Songs zu machen.

Von der Produktion her, geht es ordentlich kraftvoll und etwas staubig daher, hätte aber ruhig noch ein wenig mehr Bumms verdient. Nichtsdestotrotz sägt sich die Mucke energetisch ins Ohr und kommt rotzig rockig, etwas kratzig und trocken aus den Lautsprechern. Das passt ziemlich gut zur Mucke der Jungs aus Florida, die drückende Rhythmen mit südlichem Wüsten-Flair und einigen Post-Hardcore-Einflüssen mischen und dadurch einen komplett eigenen Sound kreieren. Das ganze geht aber nicht so groovy ins Ohr wie man annehmen mag, sondern kommt als sperriger, chaotischer Mix daher, in den man sich erstmal reinhören muss. Stampfende Pantera-Riffs und eingängige Gang Shouts und Redneck-Gesang gehen hier Hand in Hand mit aggressiven Shouts und Hardcore-Riffs, die sich leicht chaotisch in den Gehörgang kämpfen. Dadurch erhält die ganze Scheibe einen ziemlich punkigen Unterton, der sich aber ziemlich gut in das rockig-groovige Grundmotiv einzuflechten weiß. Dabei wechselt die Band immer zwischen drückenden Groove-Metal-Songs wie „Æther Way„, packend-spaßigen Southern Rock-Singalongs wie „Satan, Hold My Hand“ oder bissichen (Post-)Hardcore-lastigen Stücken wie „Blood Dept„, wodurch die Scheibe natürlich ungemein abwechslungsreich wird und ständig zwischen Party und sperrig schwankt, den Spagat aber ganz gut schafft. Dazu gesellen sich passende Vocals, die von harschen Shouts über Gangshouts bis hin zu staubigem Rock-Klargesang vieles abdeckt und sich der Musik anpasst. Das Ganze läd dann ziemlich schnell zum Mitgröhlen ein und groovt sich schön in Nacken und Beine was die Songs zu Live-Granaten werden lassen dürfte.

Wer ein schön staubiges, groovendes und kraftvolles Metal-Album will, der ist bei Devil Gone Public an der richtigen Adresse, denn die Jungs mischen das auf ihrem einzigen Album „Smokehound“ in ein wildes Gebräu, dem mit ordentlichem Post-Hardcore-Einschlag die Langeweile rausgesaugt wird. Groovend, rockend und punkig drückt es sich so seinen Weg in Ohr und Glieder. Hier und da etwas sperrig ist es doch ein sehr spaßiges Album, das man hier und da mal wieder auflegen kann.

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