Worship of Keres – Bloodhounds for Oblivion

cover

Mit Worship of Keres geht es heute erneut in die USA, doch statt groovigem Südstaaten-Flair gibt es deutlich sanftere, psychedelischere Klänge auf die Lauscher. Aus dem sonnigen Sweet Home California lieferte das düstere Trio seit 2016 2 EPs, die erste davon, die „Bloodhounds for Oblivion“ werde ich euch heute vorstellen auch wenn sie leider wieder von Bandcamp verschwunden ist.

Musikalisch liefert die EP einen ziemlich betörenden Mix, der mit kraftvoller und doch feinfühliger Produktion daher kommt, jedem Aspekt seinen Freiraum einräumt und doch nicht zu klinisch ausfällt. Dabei zelebriert die Truppe um Frontfrau Elise, welche kurz nach Veröffentlichung ausstieg, langsamen und erstaunlich sanften Doom Metal, dessen Riffs hier und da etwas dreckig rocken, sonst eher gemächlich, fast sanft aus den Lautsprechern wabern und den ersten Grundstein zur Atmosphäre legen. Unterstützt wird das Ganze durch „sanften“ Bass und groovende Drums, das dem ganzen einen bluesig-psychedelischen Anstrich verleiht. Dieser wird noch unterstützt durch das sanfte, verhallte und entrückt klingende Gesangswerk, das eher zu einer ruhigen Post-/Indie Rock-Band passen würde. Doch auch Worship of Keres steht das gut zu Gesicht und verstärkt so den Anschein, dass die Jungs (und Mädel) die frühen Tage des Metal mit Heavy Psych Rock wieder aufleben lassen wollen. Die drei schlicht mit „Book 1„, 2 und 3 betitelten Songs lassen eine psychedelische, filigrane und sanfte Soundkulisse entstehen, die durch kräftigere Riffs etwas aufgerüttelt wird und gleichzeitig die Atmosphäre etwas weiter verdichtet und so einen LSD-Trip der Extraklasse zaubert, die einen für gut 17 Minuten gefangen hält.

Wer also mal wieder etwas Heavy Psychedelic im Stil der späten 60er mit deutlich präsenterem Doom Metal-Riffing hören will und dabei auf betörenden weiblichen Gesang nicht verzichten will, der darf sich an Worship of Keres und ihrer ersten EP gütlich tun, denn die drei Songs fesseln und schaffen durch einige rockigere Momente sogar etwas Abwechslung. Schönes Ding.

Links:

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