Revolution Riot – Blues for the Spiritually Retarded


Revolution Riot - Blues for the Spiritually Retarded

Heute gehts mal nach Schweden, und zwar zu einer Band, die bereits seit Mitte/Ende der 90er mit dreckigem Rock auf sich aufmerksam machen will. Das erste Album erschien 2001 und 2005 folgte dann das zweite und bislang letzte Werk der Buben, welches den vielsagenden Titel „Blues for the Spiritually Retarded“ trägt. Um welche Band es sich handelt? Natürlich Revolution Riot aus den Vorstädten Stockholms.

Gleich von Beginn an hält die Band alles was sie verspricht und liefert räudigen Rock an der Grenze zwischen Glam, Hard Rock und Punk, der mal hier und mal da über den Tellerrand schielt und die dreckigsten Seiten der 80er wieder aufleben lassen. Eine relativ rohe Produktion bringt einen schön molligen Garagen-Charme und die punkige Attitüde lässt es noch etwas bissiger wirken während Hard Rock und Glam die Songs mal groovend mal ziemlich melodisch etwas glatter und eingängiger gestalten und die Sache natürlich auch spannend und energetisch halten. Treibende, kraftvolle Gitarren peitschen die Songs mit metallischen Hard Rock-Riffs voran, legen hier und da ein Solo hin, ergötzen sich an punkigen Momenten und nehmen hier und da das Tempo zugunsten von packenden Melodien raus. Das erinnert dann mal an Guns’n’Roses, mal etwas an Motörhead, geht aber meist eher in Richtung Mötley Crüe und Skid Row und knallt einem in „2:18“ eine leicht Speed Metal/Punk-Nummer entgegen, der später mit „Dead (Nothing New)“ eine ruhige, betrübte Ballade entgegensteht und die beiden Extreme der Scheibe einfangen. Dadurch entsteht ein recht vielschichtiges Album, das mit seinem Feuer und rohen Energie nie die Luft ausgeht, auch wenn es immer mal wieder kurz Luft holen muss.

Revolution Riot liefern auf ihrem zweiten Album eine feurige und dreckige Mischung aus allem was von den Eltern in den 80ern verboten wurde. Hard Rock, Glam und Punk bilden die Grundfeste auf der die Band ein Feuerwerk an Riffs und Ideen verwursten und dabei ein durchweg mitreißendes und feierbares Rock-Album abliefern. Dementsprechend kann man „Blues for the Spiritually Retarded“ nicht nur wegen des Albumtitels empfehlen, sondern auch wegen der (dem Titel entsprechenden) Mucke. Schade, dass von der Band nicht mehr erschien.

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