Grimness – Trust in Decay

Grimness - Trust in Decay

Heute wird mal wieder ein älteres Werk ausgegraben, denn  „Trust in Decay“ erschien bereits 2008, trotzdem ist es, abgesehen von einer Compilation, das letzte Release der italienischen Black Metal-Horde Grimness. Danach wurde es ziemlich ruhig um die Band und seit gut 3 Jahren hört man nichts mehr. Vielleicht sind die 4 Italiener mit ihren anderen Bands (u.a. The Foreshadowing und Eyeconoclast) zu ausgelastet? Man weiß es nicht.

Dafür ließen sie auf ihrem letzten Werk nichts anbrennen und legen nach kurzem Drum-Intro voll los. Mit kraftvoller und ziemlich guter Produktion, die die Kanten des Albums schön zur Schau stellt und trotz einer gewissen Ruppigkeit ziemlich klar und differenziert daher kommt, reißen die Herren ein Black Metal-Brett nach dem nächsten und bleiben dabei spannend und abwechslungsreich. Mal eifern sie den 90ern nach („Proud to be Damned„), dann gehen sie mehr in Richtung moderne Darkthrone („Trust in Decay„), rotzen einem punkigen Black Thrash entgegen oder ufern in sehr melodische Parts aus. Langeweile kommt da nie auf und trotzdem bleiben sie ihrem Grundsound größtenteils treu und schaffen es so das Album organisch zu gestalten. Frostige Riffs peitschen durch die Nacht, werden immer wieder grooviger, thrashiger oder melodischer, dabei immer begleitet von kraftvoll voranstürmenden Drums und energetischem Bass. Dabei machen die Italiener kaum Unterschied zwischen norwegischer, polnischer oder griechischer Szene, gespielt wird was gefällt und wie bereits erwähnt fällt das dann dementsprechend abwechslungsreich aus, mal stur nach vorne dreschend, mal melodischer. Dazu gesellen sich Vocals, die an der Grenze zwischen Black und Melo Death stehen. Kraftvolle, aber eher tiefe Screams mischen sich mit melodischen Growls und liefert damit zwar nicht wirklich Kühle, dafür einiges an Energie und Aggression, die dem Werk gut zu Gesicht stehen. Negative Ausreißer findet man auf der Scheibe auch nicht, nur hier und da lassen sich einige Unstimmigkeiten im Songwriting erkennen, die etwas holprig daher kommen, ansonsten gibts hier nicht viel zu meckern.

Italienischer Black Metal, der mal hier mal da Inspiration findet und dabei melodisch und doch aggressiv daher kommt, das gibt es auf „Trust in Decay“ von Grimness zuhauf, so dass trotz des langweiligen Bandnamen musikalisch nie Stillstand herrscht. Wer auf die schwedische Schule steht, dabei aber gerne etwas roher zu Werke geht, der dürfte bei den Italienern gut aufgehoben sein.

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