Panychida – Haereticalia – The Night Battles

album cover

Um meine Liste mit Alben, die ich schon länger in der Warteschleife habe, mal etwas zu verkürzen , widme ich mich heute einer tschechischen Pagan Metal-Truppe, die meine Aufmerksamkeit mit ihrem letzten Album fesseln konnten. Die Rede ist von Panychida und ihrem Werk „Haereticalia – The Night Battles“ von 2016, welches das vierte und jüngste Album in der mittlerweile 15-jährigen Geschichte darstellt.

das Album startet mit einem kurzen Streicherintro, das in ein paar gesprochenen Worten von Kinderstimmen gipfelt, bevor es so richtig los geht. Danach kommt gleich „Procession of the Dead„, welcher die Marschrichtung des Albums schonmal vorgibt ohne zu viel zu spoilern. Diese Marschrichtung besteht aus hier und da leicht angeschwärztem aber an und für sich sehr melo Death-lastigen Pagan Metal mit Keyboard-Streichern. Dass das nach 0815 klingt ist zu verstehen, doch schaffen es Panychida eine packende Geschichte in noch packendere und spannendere Musik zu packen, die mit organischen Wechseln und großartigen Spannungsbögen zu bezaubern weiß. Immer wieder setzten Spoken Word-Passagen ein, die nahtlos eingeflochten die Geschichte weitererzählen während kurz danach wieder epische Melodien und stampfende Rhythmen die Erzählung nur so vor sich her schleifen. Dabei schwankt die Band zwischen Keyboard-dominierten ruhige Passagen, die mal melancholisch mal nachdenklich ausfallen, harschen und aggressiven Brechern, die mit stampfenden Riffs, druckvollem Bass und harschen Growls alles zermalmen oder aber epischen Melodien, die von Keyboards unterstützt und mit giftigem Keifen begleitet eine dichte, naturmystische Atmosphäre kreiert. Letzteres wird dann wieder durch die ruhigen Passagen, Interludes und Intros verstärkt und bildet damit das Zentrum des Werks während hier und da ordentlich Kraft und Wildheit eingestreut wird. Auch setzt die Band immer wieder mit frischen Ideen Akzente, streut hier und da ein paar Überraschungen ein und lädt so zu vielen weiteren Entdeckungsreisen in die Tiefen dieses Werks ein, denn beim ersten Hören erschließt sich noch gar nicht alles. Nach 9 Stücken und gut 35 Minuten schließen sich noch zwei Bonusstücke an, die zwei „Bandklassiker2 im Live-Gewand zeigen und beweisen, dass die Jungs auch auf der Bühne ordentlich Spaß zu machen scheinen.

Wer auf gut gemachten Pagan Metal abseits des Klischee-Einheitsbreis sucht und gegen Keyboards nichts einzuwenden hat, der sollte hier unbedingt reinhören, denn was Panychida auf ihrem immernoch aktuellen Werk „Haereticalia – The Night Battles“ zeigen, das ist großartiges Songwriting, eine durchdachte und packende Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch die Songs zu ziehen scheint und es so einheitlicher macht, und eine Mischung aus furiosen Riffs, schönen Melodien, stampfenden Parts und der Ruhe der Natur. Betörendes Album, das auch nach 10 Durchläufen neues bietet.

Links:

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