Fornhem – Ett fjärran kall

Fornhem - Et Fjärran kall

Heute geht es ins schwedische Norrköping wo Vafthrudner und Solbane seit 2013 atmosphärischen und melodischen Black Metal fabrizieren, den sie 2017 unter dem Namen Fornhem auf ihrem Debüt-Album „Ett fjärran kall“ verewigten.

Mit gerade mal 4 Songs füllt die Scheibe trotzdem eine dreiviertel Stunde. Dabei kommen drei Songs auf über 10 Minuten, nur „Kosmisk Dvala“ ist mit knapp sieben Minuten deutlich kürzer ausgefallen. Mit roher, nordischer Produktion wird hier nicht hinterm Berg gehalten und so kratzen und sägen die Riffs ganz ordentlich und die Vocals bleiben leicht verhallt und leise im Hintergrund und lassen einen frostigen Wind über das Album streifen. Das Drumming liefert meist eher einfache Rhythmen, die beständig voranschreiten, schafft es aber in einigen Songs eine konstante und geballte Ladung an Blast Beats rauszuhauen (vor allem im kürzesten Stück). Hier dient das Drumming aber eher dazu einen gleichförmigen Hintergrundrhythmus zu liefern als besonders aufzufallen. Stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf den Gitarren, die zu diesem Zwecke auch in den Vordergrund gemischt wurden. Diese liefern zum einen sehr atmosphärische Gitarrenwände, die durch die rohe Produktion noch etwas an Dichte hinzugewinnen. Darauf legen sich immer wieder ziemlich schöne Melodiebögen, die den Hörer umgarnen und sich gerne mal aus dem Wänden herauslösen. Dazu geht die Band immer wieder dazu über klassischen Black Metal in ihre Songs einzuweben, was dem Ganzen mehr Kraft beimischt und die Sache noch spannender und atmosphärischer macht. Dazu senkt das ganze merklich die Temperatur der Scheibe und bringt zum atmosphärischen Unbehagen noch eine düstere Kälte mit. Dabei verlernen sie aber nie ihre melodische Seite, sondern erweitern sie hier und da noch durch ein paar groovigere Segmente, die dem Ganzen auch gut zu Gesicht stehen und hier und da werden mit nordischer Folklore ein paar Akzente gesetzt. Dazu noch das frostige Keifen aus dem Hintergrund und fertig ist ein ziemlich interessantes Album, das die düstere Seite nordischer Folklore aufarbeitet, sich dabei aber aus klassischen Folk-Spielereien heraushält sondern ein zutiefst atmosphärisches, melodisches und düsteres Machwerk darstellt.

Fornhem liefern auf ihrem Debüt-Album vier packende, atmosphärische und durch Melodien aufgelockerte Songs vor, die eine dichte Stimmung heraufbeschwören, einen leichten nordischen Anstrich haben und dadurch von vorne bis hinten überzeugen könne. Die ruppige Produktion tut dem keinen Abbruch sondern erweitert das Ganze noch ein Stück und auch die frostigen Vocals tragen zur Stärke der Scheibe bei. „Ett fjärran kall“ überzeugt von Anfang bis Ende.

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