The Lucifer Principle – Pitch Black Dawn

The Lucifer Principle - Pitch Black Dawn

Bleiben wir ein weiteres Mal in den Niederlanden und ein weiteres Mal beim Death Metal. Diesmal dreht es sich allerdings nicht um progressive Death Metal, sondern ein groovendes Rhythmus-Monster, das von The Lucifer Principle auf ihrem Debüt 2007er „Pitch Black Dawn“ von der Leine gelassen wird. Drei Jahre nach Bandgründung und nach zwei Demos veröffentlichte das Fünf-Mann-Projekt ein druckvolles und antreibendes Album, dessen 40 Minuten wie im Flug vergehen sollen.

Eine druckvolle Produktion ohne Schnörkel bildet genau den richtigen Rahmen in dem sich die vor Kraft und Energie nur so strotzenden Songs voll entfalten können. Die preschen mit druckvollen Rhythmen nach vorne, erinnern dabei fast schon zu oft and die stampfenden Melo-Death-Walzer von Amon Amarth, woran aber auch die tiefen, grollenden Growls Schuld sein dürften. Die stampfenden Groove-Segmente werden allerdings immer wieder durch klassische Death Metal-Riffs, ein paar Soli und kleinere „Experimente“ aufgelockert und spannend gehalten wodurch sich auch einige Tempowechsel ergeben. So entstehen hier und da einpaar schwer und langsam stapfende Momente, die dem Ganzen mehr Intensität verleihen, hier ein paar auflockernde Solis und dann ein paar fast schon shreddige Ausreißer, die von solidem, sturgeradem Drumming unterstützt wird. Das beste Beispiel dafür findet sich auch gleich im Opener  und Titelsong, welcher zum einen eine bleischwere Atmosphäre heraufbeschwört, sonder auch mit fetzigen Grooves zum moschen anregt und live sicher keinen Kopf auf den Schultern lässt. Klassischer Death und auch Melo Death klingt natürlich anders, aber der Groove/Death der Holländer fügt sich dennoch ziemlich nahtlos in den Todesmetall-Kosmos ein ohne zu stumpf auf Rhythmen zu setzen, sondern eben auch einige melodische Akzente zu setzen. Dazu passen auch die eher an Melo Death erinnernden Vocals, die sich den jeweiligen Songthemen anpassen, mal tiefes Grummeln, mal harsches Keifen heraufbeschwören und damit die Songs noch etwas intensivieren. Dadurch ergeben sich gut 40 Minuten, die die ein oder andere Überraschung parat hält und trotzdem direkt und zielstrebig voranschreitet.

Wer seinen Death Metal also stur stampfend braucht, dabei ordentlich zu brechenden Rhythmen den Nacken wippen lassen will und hier und da ein paar Auflockerungen verträgt, der dürfte mit The Lucifer Principle und ihrem Debüt „Pitch Black Dawn“ voll auf seine Kosten kommen.

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