Deviate – Dev8

deviate - DV8

Schauen wir doch mal was mein Lieblingslabel so neues auf Lager hat. Da kümmern wir uns heute zunächst mal um die im März erschienene Debüt-EP der französischen Progressive Rock/Metal-Truppe Deviate. Letztes Jahr erst gegründet hat es nicht lange gedauert bis das Quartett genug ansehnliches Material für das erste Lebenszeichen „Dev8“ beisammen hatte.

Auf der Scheibe befinden sich fünf Songs, die gemeinsam auf gut 23 Minuten kommen und ein ziemlich abwechslungsreiches und intensives Mischwerk verschiedener Prog-Richtungen darstellt. Dazu gesellt sich eine ziemlich solide Produktion, die dem Ganzen den passenden Rahmen bietet, dabei nicht zu bombastisch aber auch nicht zu lasch daher kommt, sondern einen gemütlichen und gut hörbaren Grundstein legt. Darauf baut sich ein komplexes Konstrukt auf, das seine Tentakel in verschiedenste Richtungen ausbreitet, seinem Grundsound allerdings überwiegend treu bleibt und damit auf Dauer relativ leicht zugänglich bleibt. Da die Band Tool und Neurosis als ihre Haupteinflüsse angibt, weiß man auch gleich ungefähr wohin die Reise gehen wird. Die Band misch „Tool-Rock“, der ruhig und betörend, hier und da anspruchsvoll ausfällt mit kraftvollen Metal-Riffs, die das Album verdichten und mit mehr Druck ausstatten ohne zu aggressiv und fordernd zu werden. Zusätzlich bauen die Jungs ein paar Einflüsse aus dem Djent ein um die Komplexität in einigen Passagen zu verstärken und mischen immer mal wieder etwas Post-Hardcore unter. das Endresultat ist mal ziemlich komplex, bisweilen sperrig, aber meistens doch eher groovy, hier und da sogar melodisch. Die Riffs sind zwar anspruchsvoll, bleiben dabei aber zugänglich und kreieren dabei ein ziemlich dichtes Gesamtbild in dem die Drums ein klein wenig unter zu gehen drohen. Diese liefern ordentliche Rhythmen, die sich dem Gesamtbild anpassen und ebenfalls viele Variationen und Komplexität dabei hat. Das wohl eingängigste der Scheibe dürfte der Gesang sein, der sich fast ausschließlich in verhalltem, melodischen Klargesang aufhält und damit eine Mischung aus Stoner-Vibe, 80s Prog Rock und dichter Atmosphäre kreiert, die einen voll in seinen Bann zieht. Hier und da ein paar harschere Ausflüge lockern das Ganze etwas auf und verleihen den Lyrics etwas Nachdruck 😉 Als wäre das nicht schon genug Abwechlsung gibt es hier und da noch komplett ruhige Segmente in denen alle 10 Sekunden mal an der Gitarre gezupft wird und das komplette Augenmerk auf den sanften, melodischen und fast schon zerbrechlich wirkenden Vocals liegt. Eignet sich super um sich von der Prog-Breitsete zu erholen, bevor man wieder voll in selbiges eintaucht und sich bis zum Schluss darin verliert.

Und erneut enttäuscht mich Anesthetize nicht und liefert mit der Debüt-EP „Dev8“ von Deviate ein weiteres Werk vor, das sich nahtlos in das breite Spektrum an Veröffentlichungen der Franzosen einfügt. Anspruchsvoll, komplex und doch gemütlich, anheimelnd und fesselnd. Dazu gefüllt mit etlichen Einflüssen, die sich trotzdem nahtlos ins Gesamtbild einfügen. So muss das sein!

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