The Monolith Deathcult – III – Trivmvirate

The Monolith Deathcult - Triumvirate

Heute gibt es auch nochmal ein etwas älteres Album, diesmal jedoch aus den Niederlanden. The Monolith Deathcult formierten sich bereits 2002 und haben bis heute bereits 7 Alben veröffentlicht. Anfangs noch dem Brutal Death verschrieben entschied man sich schnell dazu einen anderen Weg einzuschlagen und so fällt bereits „The White Crematorium“ in eine eher Death/Doom-orientierte Richtung während das anschließende „III – Trivmvirate“ (2008), das auch heute bei mir Thema sein soll, zum ersten Mal elektronische Spielereien in seine Songs einbaut.

Wenn man „III – Trivumvirate“ das erste Mal hört wird man schnell stutzig und überfahren. Warum endet „Deus Ex Machina“ mit der Hymne der SED? Wo kommen plötzlich die Synthesizer her? Und warum ist das „Kindertodeslied“ mit Samples aus Filmen mit NS-Thematik überfüllt? Generell klingen alle Songs ziemlich verschieden und sind voller Experimente die man sicher nicht erwartet hätte. Dabei schien doch alles so vertraut. Man wird begrüßt mit minimaler Elektro-belastung und dafür mit einer vollen Breitseite donnerndem, kraftvollen und direkten Death Metal mit allem was das Puristen-Herz begehrt. Schwere Riffs treffen auf ein paar thrashig angehauchte Momente, ein römisch angehauchtes Keyboard hilft bei der Atmosphäre und tiefe Deathgrowls rumpeln wüst über die Weiten. Doch noch im ersten Song wendet sich das Blatt, erhalten die Vocals einen Effekt, der Erinnerungen an alte Kraftwerk-Scheiben weckt („Wir sind die Roboter…“) und es wird experimenteller. Im weiteren Verlauf schleichen sich immer mehr Einflüsse in den schweren, aber nie trägen Death Metal der Holländer und bringen dabei oft einen Industrial-Vibe mit sich, sorgen mit oben erwähnten Samples oder römisch-katholischen Priesterchören für ein paar Fragezeichen oder Riffen sich gekonnt durch furiose Thrash-Granaten. Im Grundgerüst bleibt die Band dabei dem (Industrial) Death Metal treu, peppt selbigen aber deutlich auf. Auch Tempowechsel hin zu ein paar sehr rasanten Parts oder sehr trägen, schleppenden Momenten sind immer mal wieder anzutreffen. Trotzdem schaffen es die Jungs so halbwegs einen roten Faden erahnen zu lassen und können den Hörer nicht zuletzt mit packenden Riffs, interessanten Arrangements an die Lautsprecher binden, selbst wenn einen die Samples etwas befremden sollten. So häufig sind sie dann ja auch nicht anzutreffen. Damit füllt die Band gut eine Stunde mit ihrem doch recht eigensinnigen Mix und lässt dabei alles andere als Langeweile aufkommen. So wird man mit dem 14-minütigen Opus „Den ensomme Nordens dronning“ aus einem wilden Ritt zwischen Wahn und Sinn entlassen, der sich gewaschen hat.

Bei The Monolith Deathcult sollte man nicht zu viele Scheuklappen auf den Ohren haben, denn die damals noch zu fünft agierenden Holländer liefern auf „III – Trivmvirate“ knackigen Death Metal, der hier und da mit Doom und Thrash-Passagen auf sich aufmerksam macht und das ganze durch eigenwillige Samples und immer wieder in anderer Form auftretende Elektro-Spielerein aufwartet. Klar, muss man nicht mögen, ich allerdings bin immernoch fasziniert von den sich mir immernoch nicht völlig erschließenden zusammenhängen. Trotzdem ein ziemlich geiles und packendes Scheibchen, Spaß machts allemal!

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