Torpëdo -Mechanic Tyrants

Torpedo - Mechanic Tyrants

Bleiben wir in heimischen Landen, bewegen uns aber gefühlt 3 Jahrzehnte in die Vergangenheit und frönen mit der Nürnberger Band Torpëdo dem schnörkellosen 80s Heavy Metal. Ende letzten Jahres erst ins Leben gerufen spielte man sich zunächst mit Tank, Exciter und Raven-Songs warm bevor man sich schnell entschloss ein paar eigene Songs einzutrümmern. Gesagt, getan und im Handumdrehen war das Demo auch schon fertig. Ohne groß auf Labelsuche zu gehen, sondern darauf aus das Ding möglichst schnell auf die hungrige Meute los zu lassen, wurde es dann Mitte dieses Jahres in Eigenregie veröffentlicht.

Was die Jungs draufhaben zeigt sich bereits im Opener, während die Produktion noch sehr nach Demo klingt, damit aber auch einen gewissen Old School-Charme bereit hält, geht es Riff-technisch gleich in die Vollen. Bei den ersten Gehversuchen als Songschreiber darf man es den Jungs verzeihen, dass das gezeigte nach klassischem Heavy Metal klingt und sich nicht nur ein wenig an den vorgenannten Bands orientiert, aber auch ein wenig Running Wild oder Metallica mit dabei hat. Dabei machen die 6 Songs des Demos trotzdem (oder gerade deshalb?) ordentlich Spaß und nicht nur die Riffs versüßen einem den Abend. Irgendwo zwischen den NWOBHM-Salven und den Speed Metal-Abreißern schleichen sich immer wieder melodischere Momente ein und auch kleinere balladeske Intros und Interludes sorgen für das gewisse bisschen Gefühl. Bei „Wrath of God“ schleicht sich dann zusätzlich ein kurzes, ziemlich episches Spoken-Word-Segment ein und kann überraschenderweise auch überzeugen. Erinnert mich fast etwas an Fjoergyn’s Sprechpassagen, insofern bin ich da vielleicht auch voreingenommen. Den Hauptteil des Demos füllen allerdings klassisch gallopierende Riffs und ein paar rockige Momente. Auch die Drums gehen klassisch direkt nach vorne und treiben die eh schon rasanten Riffs weiter an während Flo Fait mit seinem soliden Stimmorgan und leichtem Hall die Texte mit ordentlich Power raushaut. Vor allem lassen sich die Sachen allesamt gut mitgröhlen und eignen sich daher auf jeden Fall für etwaige Live-Auftritte. Wenn die Jungs noch etwas an der „Eigenständigkeit“ feilen und eventuell die Produktion noch ein kleines bisschen aufpeppen, dann steht einem Stallion-artigen durchstarten wenig bis nix im Weg. Die erste halbe Stunde wurde ja bereits ziemlich kurzweilig gefüllt.

Wer klassischen 80er Metal der englischen Schule mag, der kommt bei Torpëdo voll auf seine Kosten, denn das Demo „Mechanic Tyrants“ bietet 6 Old School-Kracher mit Biss und Eingängigkeit, die sofort im Ohr hängen bleiben. Den Metal erfinden sie zwar sicher nicht neu, aber das dürfte auch nicht das Hauptanliegen der Band sein und so bietet sich ein erstes Lebenszeichen an seine Einflüsse mal zum Besten zu geben. Hauptsache die Riffs machen Spaß und so gibts hier wenig zu meckern. Einer der wenigen guten Funde unter den Metal-Archives Neuzugängen.

Links:

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