Donarhall – Helvegr

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Erneut bleiben wir in heimischen Landen, diesmal geht es nach Niedersachsen. Dort werkelt Gnev unter verschiedensten seit gut 3 Jahren an Musik und hat in dieser Zeit alleine mit sein Projekt Donarhall 5 Alben, eine EP und zwei Splits rausgehauen. Zwei dieser Alben waren bereits auf meine Blog vertreten und da kann man die neuste doch auch gleich mal besprechen. „Helvegr“ nennt sich das gute Stück und liefert erneut 8 Stücke instrumentalen Atmo Blacks.

Für die, die Donarhall schon länger verfolgen, wird es ein gutes Stück düster als auf den Vorgängern. Schon im Einstieg dominiert schwere Dunkelheit, die zuerst mehr an Doom, später dann doch immer mehr an Atmospheric Black Metal erinnert. Waren die anderen Alben noch recht kühl gehalten, baut sich hier eine wohlige Schwere auf, die mit vergleichsweise warmem Sound daher kommt und vor allem durch sein kraftvolles, aber langsames voranschreiten geprägt ist. So baut sich schnell eine druckvolle Gitarrenwand mit leichten Drone-Elemente auf, die bei jedem Gitarrenanschlag über dem Hörer zusammenbricht und so atmosphärische deutlich dunkler und gleichsam kompakter daher kommt als man es von dem Projekt gewohnt ist. Das ist allerdings auch gut so, denn instrumentale Musik wird (zumindest mir) schnell mal langweilig, wenn sich das gleiche Muster auf 10 Alben wiederfindet. Klar beherbergt das Album auch Einflüsse aus den anderen Alben und so gibt es zur dichten Gitarrenwand mit einfachem Drumming auch immer wieder melancholische und sehr melodische Leads, die sich aus der Wand abheben und der Musik einen sehr verspielten Anstrich gibt, hier und da wirken noch ein paar Keyboards mit, dem ganzen einen facettenreicheren und vielschichtigeren, voluminöseren Sound zu verpassen und folgen dabei meist den Leadgitarren oder sorgen ihrerseits für einen wabernden Klangteppich. Erneut schafft es Gnev sein Album sehr kompakt, rund und ausgewogen zu halten, die harscheren Gitarren geben einen schönen Ausgleich zum melodischen Riffing und kleineren Soli, das Drumming ist ebenfalls relativ abwechslungsreich und die Keyboards fügen hier und da ein paar interessante Sprenkel ein. So gehen die fast 50 Minuten schneller vorbei als einem lieb ist und auch das Fehlen der Vocals fällt einem erst beim zweiten Durchlauf auf.

Donarhall liefert erneut ein Album ab, das sich bewusst und gekonnt von seinen Vorgängern absetzt, den atmosphärisch dichten Aspekt noch weiter ins Zentrum rückt, dabei aber das melodische und verspielte nicht außer Acht lässt. Dementsprechend kann man auch „Helvegr“ jedem Fan des Atmospheric Black Metal nur ans Herz legen, vor allem wenn er eher die langsameren, kraftvolle Spielart bevorzugt.

Links:

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