Whispered – Metsutan – Songs of the Void

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Heute gehts ins finnische Ostasien, denn die Band Whispered mit Mitgliedern aus Riihimäki und Tampere versuchen sich bereits seit 2001 daran die beiden Welten zu verschmelzen. Das gelang ihnen bereits auf den ersten beiden Alben ziemlich gut und scheint sich beim 2016 erschienen „Metsutan – Songs of the Void“ nicht zum Negativen verändert zu haben, auch wenn sich nur noch ein Gründungsmitglied in der Band finden lässt und das Quintett langsam aber sicher zum Trio verkleinert wurde.

Das Album wurde bereits von etlichen „Kollegen“ in höchste Sphären gelobt…ich bin da eben mal wieder etwas später dran, nichtsdestotrotz muss ich den Herren zustimmen…und das beginnt bereits bei der Produktion. Selbige stellt sich schnell als ziemlich klar, kraftvoll und sauber heraus und die asiatischen Folk-Elemente (als Synthies) ausgewogen in den melodischen Power und Death Metal-Mix einwebt. Gerade die Power Metal-Einflüsse spielen hier eine zentrale Rolle um die beiden Welten zu verbinden, denn es macht die Songs zum einen leichter und eingängiger, passt aber auch zur lockeren Verspieltheit der asiatischen Folklore. Auf der anderen Seite bringen die Melo-Death-Elemente einen schön harschen, bisweilen auch aggressiv nach vorne treibenden Gegenpol und sorgen gleichsam für interessante Melodien, fetzige Riffs und donnernde Drums. Immer wieder wird das Tempo rausgenommen und reine Folklore erfüllt den Raum, nur um kurz danach wieder voll auf Tempo zu gehen, zwischen die melodischen Riffs ein paar progressivere Licks und Spielereien einzubauen, dann noch ein paar kleinere Core-Anleihen hier und da damit alles spannend bleibt und fertig ist eine durchweg interessante Mischung. Gerade das Wechselspeil zwischen harten Riffs, schönen Melodien und dem japanischen Touch macht das Album zu einem wahren Feuerwerk an Hörvergnügen. Auch die Vocals liefern ein breites Spektrum ab und variieren zwischen höheren Melo-Death Growls, ein paar Shrieks, Gang Shouts und natürlich epischen Chören, die zum Mitsingen einladen. Außerdem schafft es die Band die Folklore so einzubinden, dass es mehr mystisch, verträumt und emotional als kitschig oder übertrieben wirkt. Kein Asia-Overkill sondern eine schöne Verschmelzung mit den treibenden Metal-Elementen und noch dazu mit viel Abwechslung und der nötigen Eingängigkeit versehen um auch live zu funktionieren.

Whispered haben sich in Finnland wohl einen Exoten-Rolle erspielt indem sie ostasiatische Folklore mit Power und Melodic Death Metal mischen, noch dazu haben sie den Stil mittlerweile ziemlich perfektioniert, kein Element überstrapaziert seine Rolle, alles fügt sich nahtlos ineinander und baut aufeinander auf. Auch wirken die Elemente nicht lose drübergelegt sondern sind tief im Songwriting verwurzelt und leisten ihren Beitrag für ein absolut stimmiges, packendes und kraftvolles Album. „Metsutan – Songs of the Void“ kann man jedem Freund der fernöstlichen Küche nur wärmstens ans Herz legen, doch auch Otto-Normalmetaller sollte mit dem Album seine Freude haben.

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