Gôr Mörgûl – Elohim

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Von Nordeuropa wieder zurück nach Südeuropa, diesmal zu den Italienern von Gôr Mörgûl, welches dieses Jahr mit „Elohim“ ihr drittes Album in der zwölfjährigen Bandgeschichte veröffentlichen durften. In dieser Zeit hat die Truppe von der Insel Sardinien bereits etliche Mitglieder an fast allen Positionen „verbraucht“, nur am Gesang hat sich nichts geändert soweit ich das weiß.

Musikalisch geht die Band ihren eingeschlagenen Weg stur weiter und drückt dem Hörer sturen, aggressiven und schnellen Black/Death aufs Fressbrett. Um das ganze ins richtige Licht zu rücken zimmert die Produktion ein ordentlich fettes, drückendes und energiegeladenes Fundament in dem höchstens die Vocals einen Ticken zu leise sind, ansonsten aber die volle Wucht des Albums und vor allem der Instrumentierung zum Tragen kommt. Darauf baut eine wilde und kraftvolle Mischung aus klassischen Black und Death Metal auf, die vor allem mit facettenreichen, oft schnellen und präzisen Riffs auf sich aufmerksam macht. Doch auch die Drums machen mit donnerndem, fast durchgängigen Geblaste und Gedresche auf sich aufmerksam und knüppeln wild aber gezielt vor sich hin. Im Mittelfeld des Sounds bewegen sich meist die Vocals, die mit minimal hörbarer Mehrstimmigkeit grimmige und harsche Growls vom Stapel lassen und damit oft zwischen Donnergrollen und dreckigem Fauchen rangieren und wechseln. Im Zentrum der Scheibe steht allerdings die Saitenfraktion, die sie mal mehr im frostigen Black Metal mal mehr im Old School-Death Metal verorten lässt und mit messerscharfen, kraftvollen und abwechslungsreichen Riffs das Album rücksichtslos antreibt. Gelegentlich wird das Ganze durch kurze atmosphärische Parts aufgelockert, ansonsten dominieren allerdings schnelle, hier und da stampfende Riffs. Damit geht die Sache mehr in Richtung Archgoat denn Behemoth, allerdings ohne voll auf War Metal zu setzen. Dafür ist die Scheibe auch nur gut eine halbe Stunde lang und danach kann man eine kurze Verschnaufpause auch ganz gut gebrauchen.

Gôr Mörgûl zeigen auf ihrem neusten Album, dass man sich auch bei sturem Gedresche ständig weiterentwickeln kann und liefern mit „Elohim“ ein wildes, energiegeladenes und doch sehr kompaktes Werk ab, das von seiner Produktion und Aufmachung her mit den ganz großen Bands locker mithalten kann. Wer also auf einen brachialen Mix aus Black und Death Metal steht, der kann mit dem Album eigentlich nix verkehrt machen.

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