Korgonthurus – Vuohen siunaus

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Vom Süden Europas bewegen wir uns heute bis ans andere Ende, den hohen Norden. Finnland ist ja bekannt für seinen Kompromisslosen Black Metal der Marke Horna oder Sargeist, dementsprechend wundert es nicht, dass die Band Korgonthurus aus Helsinki in die gleiche Kerbe schlägt. Dabei wurde die Band bereits 2000 gegründet, schon zwei mal wieder aufgelöst und kurz darauf neu gegründet und kann in diesen mittlerweile 19 Jahren auf etliche kleinere Veröffentlichungen wie Demos und EPs aber auch auf zwei volle Alben zurückblicken. Das letzte Release liegt dabei schon drei Jahre zurück, erschien demnach 2016 und hörte auf den Namen „Vuohen siunaus„.

Die Band erforscht auch auf diesem Album die Unweiten des finnischen Sounds, dementsprechend geht die Produktion gleich etwas roher und ruppiger zur Sache. Dabei liegt das Niveau deutlich über der gemeinen Demoaufnahme, aber gerade roh genug um nicht langweilig zu werden und eine frostige und chaotische Stimmung mitzugestalten. Daher sind auch die Instrumente nicht perfekt abgestimmt, sondern verschwimmen hier und da etwas, was natürlich der atmosphärischen Dichte gerade recht kommt. Dazu passt auch der oft ruppige, gelegentlich rotzige Black Metal der Jungs um Corvus und Kryth. Chaotisches Tremolo-Riffing trifft auf Blast Beats und giftiges Keifen, das einem förmlich die Haut von den Knochen schabt. Frostige Riffs und pures Chaos geben sich aber immer wieder mit melodisch angehauchten Momenten und ein paar atmosphärisch orientierten Ideen und Riffs die Klinke in die Hand, im Gesamtsound dominieren sie allerdings doch recht deutlich. Doch neben atmosphärischen Parts sorgen auch kurze Intro-Spielereien für Abwechslung bevor das Gemetzel wieder anfängt. Und genau das gelingt der Truppe sehr gut und erzeugt einen Strudel aus Hass, Vernichtung und dichter finsterer Atmosphäre und Frostigkeit der einem unter die Haut fährt. Daran sind neben den brachialen Drums und dem abwechslungsreichen aber direkten Riffing nicht zu letzt die Vocals Schuld. Diese bieten hier und da ein paar teuflische Growls oder andere „Experimente“, dominieren das Album aber mit heiseren, fast wahnsinnigen Schreien, die meist grimmig, hasserfüllt und messerscharf, gelegentlich aber auch etwas depressiv, weinerlich daher kommen und mit ihrer überwiegend kraftvollen und rabiaten Art wirklich bis ins Mark fahren. Da holt Corvus wirklich den letzten Rest aus seinen Stimmbändern und hebt das Album nochmal auf eine ganz neue Stufe, gerade wenn es musikalisch eigentlich melodischer zu Werke geht.

Korgonthurus präsentieren auch auf „Vuohen siunaus“ finnischen Black Metal wie er zu klingen hat und bewegen sich dabei nie zu weit von diesem Sound weg. Roh und ruppig, hier und da eher atmosphärisch angehaucht, gibt es fast 50 Minuten die geballte Ladung Chaos, Hass und Satan auf die  Lauscher. Dabei sorgen nicht zuletzt die manischen Schreie von Frontschwein Corvus für freudiges Entzück….ehm.. grimmiges Bewundern. Wirklich sehr überzeugend gemacht das Teil!

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