Namet – Never Ending Struggle

cover

Heute gehts mal wieder nach Kroatien, einem Land, dem ich schon die ein oder andere geile Band entlocken konnte. Da machen auch Namet und ihr Debüt-Album „Never Ending Struggle“ von 2016 keine Ausnahme. Das Album erschien gut ein Jahr nach Bandgründung und stellt bislang das einzige Hörvergnügen dar, das die Band ihren Fans präsentiert hat.

Das Artwork lässt es bereits erahnen und bereits die ersten Töne bestätigen den Eindruck, die Band mixt tatsächlich Crust Punk mit Black Metal und zeigt dabei keine Scheu in beiden Richtungen ordentlich was darzubieten. Der Sound ist rotzig, punkig mit einer gewissen „Black Metal-Kühle“, leicht rauem Sound und den nötigen Ecken und Kanten hier und da. Dabei klingts allerdings nie nach Demo oder ähnlichem, sondern als wäre das genau so gewollt. Musikalisch basiert das gezeigte zu ziemlich ausgewogenen Anteilen auf Black Metal, der ordentlich harsch aber melodisch daher kommt, und rotzigem Fuck-Off Crust-Punk. Das verbindet sich hier zu einem sehr interessanten Mix, der hier und da sogar melancholische und emotionale Passagen aufweist, überwiegend aber direkt und ziemlich stampfend nach vorne prescht. Immer wieder streuen die Gitarren frostige Riffs ein, die schnell von lockereren Saitenhieben abgelöst werden und alles in allem ziemlich besonnen und melodisch ausfallen. Klar gibts auch mal auf die Fresse, mit ein paar schärferen, fast schon thrashigen Riffs, aber das stellt nicht wirklich die Mehrheit. Stattdessen gibts Rohkost, die direkt, rotzig und angeschwärzt vor sich hin rumpelt. Da schließen sich dann auch gleich die Drums an, die meist ziemlich direkt und im oberen Mittelfeld der Geschwindigkeit hantiert und so die Scheibe etwas beschleunigt. Viel Variation gibts hier nicht unbedingt, ein paar mal kann aber auch das Drumkit für Akzente sorgen. Gesanglich geht das Ganze dann auch in eine ähnliche Richtung und bringt einen spannenden, ruppigen Mix aus punkigem Gekeife, harschen Screams und heiseren Growls, was der Bandattitüde sehr gut zu Gesicht steht. Klar klingt das hier und da etwas amateurhaft, aber das macht auch irgendwo den Charme der Scheibe aus. So füllt sich eine gute halbe Stunde mit rotzigem, eigensinnigen und auf alles kackenden Black/Crust, der mit Schwung zur Sache geht, dabei gekonnt kühlen Black Metal mit melodischen Anleihen und räudigen Crust vermengt.

Wer also die Schnittmenge zwischen Metal und Punk gerne verschwimmen sieht und dabei eher auf die härtere, düsterere Gangart steht, für den dürfte sich ein anchecken von Namet und ihrem Album „Never Ending Struggle“ sicher lohnen. Mir hats auf jeden Fall ordentlich Spaß gemacht und langeweile kommt da sicher nicht auf.

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