Mad-Era – Electricmegablack

Mad-Era - Electricmegablack

Zurück nach Spanien wo das Trio Mad-Era seit 2014 sein Unwesen treibt und mit „Electricmegablack“ im November ihr zweites Album veröffentlichen wird. Dabei bleiben die 3 Herren ihrem Stil treu, schaffen es aber noch druckvoller und härter zu werden und dabei ziemlich eigenständig im Sound zu bleiben. Dazu wollen sich die Jungs partout nicht in eine Schublade packen lassen und so deckt „Electricmegablack“ ein ziemlich breites Spektrum an Genres ab.

Die Basis des Bandsounds scheint deftiger Groove Metal zu bilden, was bei mir schon einige Alarmglocken klingeln lässt, doch verpackt die Truppe ihr Rhythmus-Monster in ordentlichen Sound und peppt das gelegentlich Stumpfe mit etlichen Einflüssen gekonnt auf. So donnern schwere Rhythmuswalzen mit fettem Sound aus den Lautsprechern, harte Riffs mischen sich unter solides aber einfaches Drumming und der markante Gesang der Band irgendwo zwischen verhallten Schreien, dreckigen Growls und etwas Klargesang sorgt für mehr als nur Eigenständigkeit. Dabei klingen die Vocals mehr nach Grunge denn nach klassischem Groove Metal. Auf dieser Basis entwickelt sich dann die ganz eigene Magie der Band, die immer mal wieder Grunge und Alternative Rock in die Songs einfließen lässt. Dazu gesellen sich auch klassische Heavy Metal-Riffs wie in „Running Low“ während „Melt“ schon ziemlich nach Industrial klingt und dabei mit ganz…eigenem Humor daher kommt. Es lassen sich auf dem Album so viele kleine Details entdecken, oft wird man von der Band mit einem plötzlichen Rhythmuswechsel, irgendeinem Gedanken aus dem Nichts, der sich aber trotzdem gut einfügt oder der generell etwas schrägen Herangehensweise der Band überrascht und findet sich in einem der wohl abwechslungsreichsten und eigenständigsten Groove Metal-Album der letzten Jahre wieder. Kein Pantera-Worship, kein Nu Metal, sondern ehrliche Riffs mit Elan, Druck und einer guten Portion Ideenreichtum und so schaffen es die drei Spanier eine spannende Mischung aus Härte, Melodik, Rhythmus und Outside-the-box Songwriting zu zaubern.

Groove Metal mal anders? Mad-Era vermischen ihre Spielart mit Grunge, Alternative, Industrial und klassischem Heavy Metal und schaffen es so einem doch eher einfachen Genre neues Leben einzuhauchen. Wer donnernde und fette Rhythmen haben möchte, der wird sie auch bekommen, aber das ist eben nicht alles. Die Band denkt oft außerhalb des Genre-Konsens und wirkt dabei fast schon experimentell. Manchmal schießen sie dabei vielleicht etwas übers Ziel hinaus, aber insgesamt sorgt der langsame, rockige und bisweilen fast sleaze-ige Sound für Aufhorchen. „Electricmegablack“ muss man einfach mal gehört haben.

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